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Impotenz bei Diabetes – Was sind ihre Ursachen und wie wird sie behandelt?

Wenn du als Diabetiker unter Impotenz leidest, bist du nicht allein: Studien haben gezeigt, dass im Schnitt die Hälfte aller Patienten mit der Zuckerkrankheit eine erektile Dysfunktion entwickelt. Alle Infos dazu, wie sich Diabetes auf die männliche Sexualität auswirken und die mögliche erektile Dysfunktion behandelt werden kann, findest du in diesem Ratgeber. 

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

Machen Sie einen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 unternehmen können:

Warum leiden Diabetiker an Impotenz?

Neben psychisch bedingten Auswirkungen von Diabetes auf das Sexualleben (etwa durch Depressionen, die konstante Angst um die eigene Gesundheit oder die geringe Belastbarkeit des Körpers) liegt die Hauptursache von erektiler Dysfunktion bei Diabetikern in den Blutgefäßen.

Aufgrund des ständig erhöhten Blutzuckerspiegel werden diese geschädigt, was Durchblutungsstörungen zur Folge hat. Dabei fühlen sich in der Regel zunächst die Füße taub an, danach stellen sich in vielen Fällen Erektionsstörungen ein.

Weiterhin können bereits eingenommene Antidiabetika die Sexualfunktion beeinträchtigen. In diesem Fall solltest du den Gang zum Arzt antreten und mit ihm die Umstellung auf ein neues Medikament vereinbaren.

Wie wird Impotenz bei Diabetikern behandelt?

Grundsätzlich kann dir bereit ein guter Lebenswandel gegen Diabetes-bedingte Erektionsstörungen helfen. Dabei geht es vor allem um die eigene Blutzuckereinstellung, die du eingehend mit deinem Diabetologen besprechen solltest.

Beispielsweise wirken sich Rauchen und Alkoholkonsum schlecht auf deinen Blutzuckerwert aus, während Gewichtsabnahme, Sport und gesundes Essen einen positiven Effekt hervorbringen.

Helfen dir diese Maßnahmen nicht, die Potenzprobleme zu beheben, kannst du es mit folgenden Therapien versuchen:

  • Medikamente: Die leichteste Methode, um Erektionsstörungen zu beheben, stellen die PDE-5-Hemmer dar. Diese Medikamente bewirken unter anderem, dass sich die Blutgefäße weiten, sodass das Blut leichter in den Schwellkörper fließen kann. Da sie aber nicht bei allen Patienten denselben Effekt erzeugen und verschiedene Nebenwirkungen auftreten können, solltest du die infrage kommenden Präparate nacheinander auszuprobieren. Mögliche PDE-5-Hemmer sind Cialis®, Levitra®, Spedra®, Viagra® und verschiedene Generika.
  • Vakuum-Erektionshilfe / Vakuumpumpe: Hier wird das Glied in einen Zylinder aus Plastik eingeführt, in dem ein Vakuum erzeugt wird. Durch den resultierenden Blutfluss in den Schwellkörper entsteht eine Erektion, die durch das Anlegen eines Staurings fixiert wird.
  • SKAT (Schwellkörper-Auto-Injektions-Therapie): Bei diesem Verfahren wird ein Wirkstoff in den Schwellkörper des Gliedes gespritzt, der bei richtiger Anwendung für eine circa einstündige Erektion sorgt.
  • Schwellkörper-Implantat: Für den Ernstfall, dass alle anderen Optionen keinen Erfolg erzielen, kann bei einem chirurgischen Eingriff auch ein biegsames oder hydraulisches Implantat eingesetzt werden. Dabei werden allerdings große Teile des vorhandenen Schwellkörpers entfernt.
  • Sexualberatung und -therapie: Haben deine Erektionsstörungen auch eine psychische Komponente, solltest du zusätzlich die Beratung durch einen Therapeuten, im Härtefall auch eine Sexualtherapie in Betracht ziehen. Hierbei kann dich auch deine entsprechenden Sexualpartnerin durch ihre Anwesenheit und Teilnahme unterstützen.

Welches Potenzmittel wirkt bei Diabetikern am besten?

Diese Frage ist generell schwer zu beantworten, da die Therapieformen sehr unterschiedlich sind. Konzentriert man sich aber auf die gängigste und angenehmste Variante der Therapie (der oral eingenommenen PDE-5-Hemmern), überzeugte laut einer eigenen Studie des Konzerns Bayer (mit zwölf Wochen Dauer und 300 Typ-1-Diabetikern) vor allem das angebotene Präparat Levitra®.

Etwa 50 Prozent der Männer konnten mit Levitra zufriedenstellende Erektionen für den Sexualakt entwickeln, entgegen der Placebo-Gruppe, in der sich nur bei 28 Prozent eine positive Entwicklung einstellte.

Männer mit Diabetes und guten HbA1c-Werten (die weniger als 7 Prozent der Diabetiker darstellen) erzielten dabei die besten Ergebnisse.

Hinzu kommt, dass der Wirkstoff Vardenafil, der in Levitra® enthalten ist, mit ca. 10 Minuten Latenzzeit schnelleren Effekt hervorruft als die Wirkstoffe in den konkurrierenden Medikamenten auf dem Markt (Sildenafil und Tadalafil). 

Gleichzeitig gilt auch Levitra® (genau wie anderen PDE-5-Hemmer) als kardiovaskulär sicher, solange bei der Verschreibung auf die Kontraindikationen geachtet wird.

Nicht gegeben werden darf das Medikament bei gleichzeitiger Behandlung NO-Donatoren und Nitraten oder bei Hypotonie, Schlaganfall, (bei einem kürzer als 6 Monate zurückliegenden) Myokardinfarkt und schweren Fällen kardiovaskulärer Erkrankungen.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

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Die richtige Vorgehensweise kennen

Als Diabetiker mit Erektionsproblemen solltest du die richtige Vorgehensweise kennen, mit der du eine geeignete Therapie für deine Erektionsprobleme finden kannst. Der ist erste Schritt ist hierbei, mit deinem Arzt zu besprechen, ob die Häufigkeit der Komplikationen für das Krankheitsbild der erektilen Dysfunktion spricht.

Ist das der Fall, solltet ihr deine bisherige Medikation und Blutzuckereinstellung überdenken, sowie gegebenenfalls eine Behandlung mit PDE-5-Hemmern vereinbaren (solange keine Kontraindikation vorliegt). 

Mit Levitra® hast du dabei eine gute Chance, deine Probleme in den Griff zu bekommen. Treten unangenehme Nebenwirkungen auf, empfiehlt es sich aber, weitere PDE-5-Hemmer und (bei Nichtverträglichkeit aller Medikamente) auch andere Therapieformen auszuprobieren.

Allerdings ist es auch wichtig, die psychischen Auswirkungen deiner Erkrankung zu beobachten. Spielen Ängste oder genereller Stress eine Rolle bei deinen Potenzproblemen, solltest du einen Psychotherapeuten mit in deine Behandlung einbeziehen.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

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Diabetes Selbsthilfe, Claudia-Michaela Fischer

Diabetes Selbsthilfe Interessengemeinschaft
Claudia-Michaela Fischer
Abtsleitenweg 16
97074 Würzburg

E-Mail: [email protected]

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Wie sieht eine gute Ernährung bei Diabetes aus?

Eine gesunde Ernährung ist nicht nur die Grundlage für ein gesunden Lebens, sondern auch die Grundlage für eine erfolge Diabetes Therapie für Typ-2 Diabetiker.

Zusammen mit einem intensiven Bewegungsprogramm kann allein die Umstellung der Ernährung einen Typ-2 Diabetes (je nach Fortschritt der Krankheit) bereits so gut im Schach halten, dass keine medikamentöse Behandlung notwendig ist.

Auch wenn Typ-1 Diabetiker im Gegensatz zu Typ-2 Diabetikern nicht ohne eine Insulintherapie auskommen, kann auch ihnen eine gesunde Ernährung nicht schaden. Vor allem dann nicht, wenn Übergewicht im Spiel ist.

Von heute auf morgen seine gesamte Ernährung umzustellen, fällt niemandem einfach. Zunächst einmal ist es wichtig sich bewusst zu machen, welche Nährstoffe Bestandteil einer diabetesgerechten Ernährung sind, und welche nicht.

Diese Seite wird Ihnen dabei helfen, sich über die Bestandteile einer diabetesgerechten Ernährung und deren Hintergründe zu informieren, und Ihnen ein paar Tipps für den Alltag mit auf den Weg geben.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

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Ziele einer guten Ernährung bei Diabetes 

Das Hauptziel einer diabetesgerechten Ernährung ist es, den Blutzucker im Gleichgewicht zu halten.

Das bedeutet, dass der Patient weder an Überzuckerung noch an Unterzuckerung leiden sollte. 

Es ist allgemein bekannt, dass Übergewicht zu körperlichen Schäden führen kann. In Bezug auf Diabetes ist Übergewicht deshalb problematisch, da der Körper aufgrund des erhöhten Körperfettanteils eben dieses Fett zur Energiegewinnung nutzt – und nicht die Glukose im Blut.

Dies führt zu einer Erhöhung des Blutzuckers. Deshalb ist ein weiteres Ziel der diabetesgerechten Ernährung der Abbau von Übergewicht. 

Während eine diabetesgerechte Ernährung kurzfristig vermeiden soll, dass der Blutzucker eines Patienten aus der Bahn gerät, soll sie langfristig zu einem Abbau von Übergewicht beitragen, um die folgenden Ziele zu erreichen:

  • optimierte Blutfettwerte
  • normengerechte Blutzucker- und HbA1c-Werte
  • normaler Blutdruck

Nur so können Folgeschäden von Diabetes (z.B. Nierenschäden oder Herz-Kreislauferkrankungen) verhindert oder zumindest abgeschwächt werden.

Um den optimalen Erfolg zu erzielen, sollte der Ernährungsplan eines Diabetikers individuell auf seine Bedürfnisse abgestimmt und mit einem entsprechenden Bewegungsprogramm kombiniert werden. Eine Diabetikerschulung kann hier weiterhelfen.

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Ernährungsumstellung bei Diabetes- muss das sein?

Kurz gesagt: Ja! Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist nicht nur die Basis für eine erfolgreiche Diabetes-Therapie, sondern verhindert auch langfristige Folgeschäden. 

Ohne eine grundlegende Umstellung der Ernährung sind auch die Medikamente oft nutzlos, doch wenn man sich an bestimmte Regeln und Richtwerte hält, kann sie eine medikamentöse Therapie sogar überflüssig machen.

Rezepte bei Diabetes

Seine Ernährung von heute auf morgen umzustellen ist sicher kein Zuckerschlecken. Alte Essgewohnheiten müssen hinterfragt werden, neue Gerichte kommen auf den Speiseplan. Doch wie kommt man an geeignete und leckere Rezepte?

Kein Problem. In einer Gesellschaft, in der immer mehr Menschen an Diabetes erkranken, gibt es zahlreiche Kochbücher, Blogs und Internetseiten, die einem die Rezepte geradezu um die Ohren schmeißen. Wir können Ihnen sehr diesen Ratgeber vom NDR empfehlen: https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/rezeptdb224.html

Es wird seine Zeit brauchen, bis Sie sich an diesen neuen Lebensstil gewöhnt haben. Doch mit den richtigen Rezepten, können Sie Diabetes geschmackvoll den Kampf ansagen.

Was ist gut und was ist schlecht für Diabetiker?

Als Diabetiker dürfen Sie zunächst einmal fast alles essen. Für eine diabetesgerechte Ernährung ist es jedoch wichtig, sich mit den Auswirkungen einzelner Nährstoffe auf den Körper, vor allem auf den Blutzucker, auseinander zu setzen.

Der folgende Abschnitt enthält eine kurze Übersicht über die wichtigsten Hauptnährstoffe und deren Auswirkungen für Diabetiker. 

Kohlenhydrate und Zucker

Kohlenhydrate sind die einzigen Nährstoffe, die einen direkten Effekt auf unseren Blutzuckerspiegel haben. Deswegen sollten Sie bei ihnen besonders vorsichtig sein, um Unter- und Überzuckerungen zu vermeiden.

Bei der Kohlenhydratzufuhr und deren Auswirkung auf den Körper kommt es nicht nur auf die Menge an Kohlenhydrate an. Auch die Art der Kohlenhydrate ist von Bedeutung, da die verschiedenen Arten unterschiedlich schnell ins Blut gehen.

Während Weißmehlprodukte schnell vom Blut aufgenommen werden, gehen ballaststoffreichere Lebensmittel, wie z.B. Vollkornprodukte, viel langsamer ins Blut über.

Doch woher weiß ich, wie blutzuckersteigernd sich Kohlenhydrate auf meinen Körper auswirken? Dabei kann Ihnen der glykämische Index (GI) helfen.

Der GI teilt Nahrungsmittel, die Kohlenhydrate enthalten, nach deren Auswirkungen auf den Blutzucker ein. Der GI wird in Prozent ausgedrückt und kann dabei Werte zwischen 0 (sehr langsame Aufnahme) und 100 Prozent (sofortige Aufnahme) annehmen.

Für Diabetiker empfiehlt es sich daher, Lebensmittel mit einem möglichst kleinen GI zu sich zu nehmen.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

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Fette

Fett ist nicht gleich Fett. Ähnlich wie bei Kohlenhydraten gibt es verschiedenen Arten von Fetten, bzw. von Fettsäuren, die unterschiedlich starke Auswirkungen auf den Körper haben.

So gelten ungesättigte und mehrfach ungesättigte Omega-3 Fettsäuren als wertvoll, da sie Blutfette positiv beeinflussen können. 

Gesättigte Fettsäuren hingegen sollte ein Diabetiker meiden, da sie den Cholesterinspiegel im Blut ansteigen lassen.

Dies führt zu Schäden and Blutgefäßen und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gesättigte Fettsäuren sind in Fleisch- und Milchprodukten enthalten.

Die ideale Ernährung eines Diabetikers bevorzugt also ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen (z.B. Rapsöl oder Olivenöl) und Fisch.

Eiweiß

Liegen beim Diabetiker keine Nierenschäden vor, so sollten etwa 10 bis 20 % seines täglichen Energiebedarfs durch Proteine (Eiweiße) abgedeckt werden.

Proteine weisen einen hohen Sättigungsgrad auf und neuere Studien weisen darauf hin, dass eine eiweißreiche Ernährung dazu beiträgt, dass Ernährungsumstellungen und Diäten länger durchgehalten werden.

Somit sind Proteine ein unverzichtbarer Bestandteil der Ernährung eines Diabetes-Patienten.

Vitamine, Ballaststoffe & Co

Vitamine, Mineralstoffe (z.B. Magnesium) und Spurenelemente (z.B. Eisen) sind nicht nur überlebenswichtige Mikronährstoffe, sondern unterstützen den Körper auch in einigen anderen Belangen: So tragen sogenannte Ballaststoffe (Nahrungsfasern, die unser Körper unverdaut ausscheidet) dazu bei, den Anstieg des Blutzuckers durch die restliche Nahrung abzubremsen.

Doch nicht nur das. Ballaststoffe unterstützen die Darmfunktion und halten zudem länger satt. Eine Eigenschaft, die besonders hilfreich ist, wenn es darum Übergewicht zu reduzieren. 

Vitamine und andere Mikronährstoffe sind notwendig, um den Körper vor Infekten zu schützen. Doch Vorsicht: Wer denkt, diese Nährstoffe durch einen übermäßigen Konsum von Obst zu sich nehmen zu können, täuscht sich.

Denn Obst (vor allem Weintrauben, Ananas und Bananen) enthält viel Trauben- und Fruchtzucker, welches einen starken Anstieg des Blutzuckers verursachen kann.

Daher sollte man Obst mit Vorsicht oder in Kombination mit Joghurt oder Quark konsumieren.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass Vitamine, Ballaststoffe und Co ein fester Bestandteil einer diabetesgerechten Ernährung sein sollten. Experten empfehlen mindestens drei Portionen Gemüse und Salat und ein bis zwei Portionen Obst am Tag.

Alkohol

Auch wenn Alkohol nicht gänzlich tabu ist, sollten erwachsene Diabetiker darauf achten, nur kleine Mengen zu sich zu nehmen. Eine kleine Menge meint 20g am Tag für Frauen und ein Tageslimit von 20g für Männer. 

Zur Orientierung: 20g Alkohol entsprechen in etwa einem halben Liter Bier oder einem Glas Wein (0,2l).

Warum ist es so wichtig, nicht zu viel Alkohol zu sich zu nehmen? Mal abgesehen von all den anderen Schäden, die Alkohol verursachen kann, blockiert Alkohol die Glukose-Freisetzung der Leber.

Der Blutzucker sinkt und die Gefahr einer Unterzuckerung steigt. Daher sollten sich Diabetiker nicht nur an das vorgeschriebene Tageslimit halten, sondern ebenfalls darauf achten Alkohol nur in Kombination einer kohlenhydratreichen Mahlzeit zu sich zu nehmen.

5 praktische Tipps für den Alltag

1. Der Trick liegt im Verhältnis

Es gibt drei Hauptnährstoffe, die uns täglich mit Energie versorgen: Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß. Für eine diabetesgerechte Ernährung kommt es auf das Verhältnis dieser drei Hauptnährstoffe an.

Experten empfehlen, dass der Anteil von Kohlenhydrate 45 bis 60 Prozent beträgt, Fett 25 bis 35 Prozent und Eiweiß etwas 10 bis 20 Prozent.

2. Es kommt darauf an, was Sie trinken

Um den Blutzucker besser abbauen zu können, ist es wichtig, dass sie viel trinken. Doch nicht jede Flüssigkeit ist erlaubt. Am besten greifen sie täglich zu 1,5 bis 2l Wasser und verzichten auf Softdrinks. Alternativ ist ungesüßter Tee auch erlaubt.

Alkohol darf in mäßigen Mengen konsumiert werden.

3. Gut für die Knochen, schlecht für Diabetiker

Nicht alles, was allgemein als gesund gilt, ist auch für Diabetiker geeignet. So sind z.B. Milch und Milchprodukte wichtig für gesunde Knochen, enthalten aber schlechte Fette. Ein No-Go als Diabetiker. Um nicht ganz auf sie verzichten zu müssen, sollten Sie daher zu fettarmen Varianten greifen.

Ähnliches gilt für Obst. Vitamine sind gut und wichtig, doch die im Obst enthaltene Glukose darf nicht außer Acht gelassen werden. Genießen Sie Obst daher in Maßen.

4. Naschen erlaubt

Süßigkeiten, Knabberzeug und Gebäck bringen wenige Nährstoffe mit sich, dafür aber eine hohe Energiedichte. Ganz auf sie zu verzichten, kann gerade am Anfang unmöglich erscheinen. Aber keine Sorge: Sie müssen dem Feind nicht ganz abschwören.

Eine kleine Portion am Tag zu naschen ist erlaubt – unter der Voraussetzung, dass Sie sich den restlichen Tag über gesund ernähren und sich ausreichend bewegen.

5. Zurück zum Ursprung

Fertig verarbeitete Lebensmittel aus dem Supermarkt mögen lecker schmecken, sie enthalten jedoch viel Zucker und viel Salz. Beides regt den Appetit und verführt Sie dazu, mehr zu essen.

Daher sollten Sie in Zukunft versuchen, einen Großteil Ihrer Nahrung selbst zuzubereiten und dabei auf übermäßiges Salzen oder Zuckern zu verzichten.

Kaufen Sie an Stelle der fertigen Tomatensauce einfach frische Tomaten und bereiten Sie die Sauce selbst zu. Und frische Lasagne nach eigenem Rezept schmeckt auch viel besser als die Lasagne aus der Tiefkühltruhe.  

Die Umstellung der Ernährung ist nicht einfach – doch sie lohnt sich

Im Idealfall erspart Ihnen eine gesunde Ernährung nicht nur eine medikamentöse Behandlung (mit all ihren Nebenwirkungen), sondern verhilft Ihnen auch zu einem besseren Lebensgefühl und mehr Energie.

Lassen Sie sich daher von Rückschlägen nicht entmutigen. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

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Diabetes Selbsthilfe, Claudia-Michaela Fischer

Diabetes Selbsthilfe Interessengemeinschaft
Claudia-Michaela Fischer
Abtsleitenweg 16
97074 Würzburg

E-Mail: [email protected]

Quellen

  • https://www.diabetes-news.de/wissen/praevention/primaerpraevention-typ-1-diabetes
  • https://www.gesundheitsinformation.de/medikamente-bei-typ-2-diabetes.2486.de.html?part=behandlung-2n
  • https://www.diabetesstiftung.de/11-tipps-zur-praevention
  • https://www.diabetesde.org/diabetes-medikamente
  • https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/typ-2-diabetes/medikamente-gegen-typ-2-diabetes.html
  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html
  • https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/diabetes/wie-kann-ich-diabetes-vorbeugen-2013500
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Diabetes erkennen: Was sind Anzeichen für Diabetes?

Ob Sie oder einer Ihrer Liebsten an Diabetes erkrankt sind, lässt sich von außen nicht immer eindeutig erkennen. Währen die Symptome für Diabetes Typ-1 meist sehr abrupt und deutlich auftreten, werden die Symptome von Diabetes Typ-2 oft übersehen oder anderen Leiden zugeordnet. 

Um Diabetes früh zu erkennen und Folgeerkrankungen zu vermeiden, ist es von Vorteil sich ausführlich mit den Symptomen der Krankheit zu beschäftigen.

Dieser Artikel wird Ihnen dabei helfen, die Symptome von Diabetes zu verstehen und Sie über den Unterschied zwischen den Symptomen von Diabetes Typ-1 und Typ-2 aufklären.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

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Wie erkenne ich Diabetes mellitus?

Hinter dem Begriff Diabetes mellitus verstecken sich verschiedenen Formen von Diabetes. Die geläufigsten Formen sind der Diabetes Typ-1 und der Diabetes Typ-2.

Diese Formen unterscheiden sich nicht nur im Namen, sondern auch in ihren Ursachen, dem Alter, in dem sie üblicherweise auftreten, und ihrer Behandlung. 

Symptome: Die ersten Anzeichen von Diabetes erkennen

Es gibt eine Reihe an Anzeichen, die mit einer Diabetes-Erkrankung einher gehen:

  • häufiges Wasserlassen und verstärkter Harndrang: Da der Körper den Zucker im Blut nicht ausreichend an die Zellen abgeben kann, versucht er den überschüssigen Zucker über die Nieren loszuwerden. Die Nieren wiederum produzieren vermehrt Harn, in welchem der Zucker dann ausgeschieden werden soll. Der Betroffene nimmt dies als verstärkten Harndrang wahr.
  • starkes Durstgefühl: Ein Resultat des verstärkten Harndrangs. Der Körper verlangt nach mehr Flüssigkeit, um den Zucker über den Urin ausscheiden zu können.
  • trockenen oder juckende Haut: Ebenfalls ein Resultat des verstärkten Harndrangs. Durch den gesteigerten Wasserverlust trocknet die Haut aus.
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit und ein allgemeines Unwohlsein: Da der Körper nicht mehr in der Lage ist, die Glukose (Zucker) im Blut abzubauen und zur Energiegewinnung zu nutzen, fühlen sich Betroffene oft müde und antriebslos. Des Weiteren geht der Körper dazu über, die Fettdepots des Körpers abzubauen. Hierbei entsteht als Nebenprodukt Aceton, das zu einer Übersäuerung des Blutes führt. Diese Übersäuerung trägt ebenfalls zur Müdigkeit bei.
  • Gewichtsverlust:  Dieser kann zwei Ursachen haben. Zum einen, kann das häufige Urinieren dazu führen, dass der Körper an Gewicht verliert. Zum anderen kann die Unfähigkeit des Körpers, Glukose zu verarbeiten und in Energie umzuwandeln, dazu führen, dass der Körper auf seine Fettdepots zurückgreift und diese abbaut.
  • Wunden verheilen schlechter: Das Immunsystem ist durch den Diabetes geschwächt. Dadurch wird die Haut schlechter durchblutet, sodass Wunden nur langsam verheilen.
  • erhöhte Anfälligkeit für Infektionen: Durch das vom Diabetes geschwächte Immunsystem ist der Körper anfälliger für Infekte. Besonders betroffen sind die Harnwege, die Haut und die Schleimhäute des Zahnfleisches. 
  • verschlechtertes Sehvermögen:  Durch den Überschuss an Zucker im Blut erhöht den osmotischen Druck im Auge. Dies kann zu Wassereinlagerungen in der Augenlinse führen. Das Sehvermögen verschlechtert sich.
  • Azeton-artiger Mundgeruch (nur bei Diabetes Typ-1): Da der Körper versucht, den Mangel an Zucker in den Zellen durch den Abbau von Fettdepots auszugleichen, entsteht vermehrt Azeton. Je nach Ausprägung des Insulinmangels kann sich das Azeton im Atem bemerkbar machen. Der Duft erinnert an überreifes Obst.

Wichtig: Die oben genannten Symptome treten ebenfalls bei zahlreichen anderen Krankheiten auf.

Nur weil Sie einige davon bei sich selbst oder Angehörigen beobachten können, muss das nicht heißen, dass Sie auch wirklich an Diabetes mellitus leiden.

In jedem Fall ist ratsam, sich an einen erfahrenen Internisten oder Diabetologen zu wenden. 

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

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Unterscheiden sich die Symptome von Diabetes Typ-1 und Typ-2?

Abgesehen von dem Azeton-artigen Mundgeruch, welcher nur bei Diabetes Typ-1 auftritt, treffen die oben genannten Symptome sowohl auf Diabetes Typ-1 als auch auf Diabetes Typ-2 zu. Der Unterschied besteht in der Ausprägung der Symptome:

Da Diabetes Typ-2 eine schleichende Erkrankung ist, setzen auch die Symptome nur schleichend und weniger stark ausgeprägt ein.

Das ist auch der Grund, warum Diabetes Typ-2 oft lange übersehen wird. Ganz im Gegenteil zum Diabetes Typ-1: Hier treten die Symptome oft nach wenigen Tagen oder Wochen auf.

Kann der Augenarzt Diabetes erkennen?

Kurz gesagt: Ja. Durch die Schwankungen im Blutzucker, die als Folge von Diabetes entstehen, schwankt auch der osmotische Druck im Auge.

Ist der Blutzucker erhöht, erhöht sich der osmotische Druck und es kann zu Wassereinlagerungen in der Augenlinse kommen. Betroffene merken dies dadurch, dass sich ihre Sehstärke im Verlaufe des Tages verändert.

Ein Augenarzt kann mit einer einfachen Untersuchung feststellen, wie stark die Folgen von Diabetes ausgeprägt sind.

Erkennbar ist dies z.B. an kleinen roten Pünktchen auf der Netzhaut oder den Aussackungen der Gefäße. Sollte der Augenarzt entsprechende Folgeerscheinungen bemerken, wird er Sie umgehend an einen Internisten verweisen. 

Doch auch wenn der Augenarzt in der Lage ist eine Diabetes-Erkrankung zu erkennen, sollte dies nicht Ihre einzige Form von Vorsorge werden.

Ein regelmäßiges Diabetes-Screening beim Facharzt ist die beste Möglichkeit, Diabetes rechtzeitig zu erkennen und Folgeschäden zu vermeiden.

Wie erkenne ich Diabetes bei Kindern?

Da Kinder meist an einem Diabetes Typ-1 erkranken, macht sich Diabetes bei Kindern oft durch das abrupte Einsetzen der oben genannten Symptome bemerkbar.

Immer häufiger kommt es jedoch auch zu Diabetes Typ-2 Erkrankungen im Kindesalter. Obwohl diese Form von Diabetes früher nur bei Menschen von über 40 Jahren beobachtet wurde, tritt er heute vermehrt bei Kindern auf.

Der Grund dafür zunehmende Anteil an Kindern die sich nicht ausreichend bewegen, übergewichtig sind oder sich ungesund ernähren.

In diesem Fall wären die oben genannten Symptome möglicherweise vorhanden, jedoch setzen sie erst schleichend ein und in schwächerer Form als beim Diabetes Typ-1.

Ist ihr Kind übergewichtig, bewegungsfaul und ernährt es sich ungesund, sollten Sie regelmäßig einen Facharzt zum Diabetes-Screening aufsuchen und den Lebensstil Ihres Kindes überdenken.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

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Online-Test: Das eigenen Diabetes Risiko einschätzen

Auch wenn Sie keine der oben genannten Symptome bei sich beobachten, ist es nie zu früh, mit der eigenen Diabetes-Prävention zu beginnen.

Ein Online-Test kann Ihnen dabei helfen, Ihr eigenes Diabetes-Risiko einzuschätzen. Achtung: Der Test ersetzt kein Diabetes-Screening. Daher sollten Sie auch bei einem geringen Diabetes-Risiko regelmäßig Ihren Blutzucker vom Arzt kontrollieren lassen.

https://diabetes-selbsthilfe.com/test/

Diabetes Selbsthilfe, Claudia-Michaela Fischer

Diabetes Selbsthilfe Interessengemeinschaft
Claudia-Michaela Fischer
Abtsleitenweg 16
97074 Würzburg

E-Mail: [email protected]

Quellen

  • https://www.gesundheitsinformation.de/diabetes-typ-2.2486.de.html
  • https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen
  • https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/habe_ich_diabetes_/symptome_bei_diabetes_typ_1_und_typ_2
  • https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/diabetes/risiko-test/
  • https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/204871/9789241565257_eng.pdf;jsessionid=AD8E3D54E1DF416ADF13E060CCA50501?sequence=1
  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html
  • https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/erkrankungsformen/folgeerkrankungen/index.html



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Wie kann ich Diabetes vorbeugen – Tipps zur Prävention

Wenn wir über Diabetes-Prävention sprechen, ist es wichtig zwischen Diabetes Typ-1 und Diabetes Typ-2 zu unterscheiden.

Während Diabetes Typ-1 bis heute weder heilbar noch verhinderbar ist, gibt es eine ganze Reihe von Maßnahmen, die bei der Prävention von Diabetes Typ-2 helfen können.

Studien belegen, dass ein konsequentes Umsetzen dieser Maßnahmen den Ausbruch der Krankheit verzögern oder sogar verhindern kann. 

Wenn Sie also zu einer Risikogruppe potentieller Diabetiker gehören oder Familienmitglieder von der Krankheit betroffen sind, sollten Sie sich den folgenden Artikel mit 9 Tipps zur Diabetes-Prävention unbedingt durchlesen.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

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9 Tipps zur Vorbeugung von Diabetes Typ-2

1. Ernähre Sie sich bewusst und gesund

Seine Ernährung von heute auf morgen umzustellen, ist mit Sicherheit kein Zuckerschlecken. Doch Studien zeigen, dass eine Ernährungsumstellung nicht nur präventiv wirkt, sondern ähnlich effektiv zur Behandlung von Diabetes Typ-2 ist wie Medikamente.

Worauf Sie bei der Ernährungsumstellung achten sollten? Experten und Ärzte empfehlen eine abwechslungsreiche Ernährung mit einer niedrigen Energiedichte.

Während auf Fette weitgehend verzichtet und der Fleischkonsum bewusst reduziert werden sollte, sind Eiweiß und pflanzliche Kost ein absolutes Muss.

Auch Obst, Nüsse und Vollkornprodukte sollten ein fundamentaler Bestandteil ihres Speiseplans sein.

Außerdem sollte der Konsum von Salz und Zucker reduziert werden.

Ein absoluter Geheimtipp für Diabetiker sind Pistazien. Diese können den Blutzucker bis um 0,4 Prozent senken. Wenn Sie also das nächste Mal etwas naschen möchten – Pistazien sind ihr bester Freund.

2. Meiden Sie Softgetränke

Wenige Dinge im Leben lassen sich so einfach durch gesündere Alternativen ersetzen wie Softdrinks. Limonade, Fruchtsäfte und Cola sind nicht nur bis oben hin voll mit Zucker – Sie treiben auch Ihren Blutzucker in die Höhe. Dadurch fördern Sie nicht nur Übergewicht, sondern auch eine Insulinresistenz.

Genau die Dinge, die Sie unbedingt vermeiden wollen. Aber keine Sorge, mit ein wenig Gewöhnung lassen sich Softdrinks leicht ersetzen. Zum Beispiel durch Wasser. Es gibt wahrscheinlich keine Flüssigkeit, die so wichtig für unseren Körper ist.

Achten Sie also darauf, jeden Tag mindestens 1,5l Wasser zu trinken.

Achtung: Glauben Sie nicht, dass süßstoffhaltige Zero-Versionen ihrer liebsten Softdrinks weniger schädlich sind. Auch Sie haben die gleiche schädliche Wirkung wie ihre zuckrigen Brüder.

Softdrinks sollten daher nicht mehr als eine Ausnahme in Ihrem Alltag sein.

3. Bewegen Sie sich – wann immer Sie können

Wer sich täglich nicht mindestens 30 Minuten bewegt, tut sich und seinem Körper keinen Gefallen. Im Idealfall sind diese 30 Minuten anstrengend und schweißtreibend. Doch auch kleine Veränderungen im Alltag können große Auswirkung haben: Nehmen Sie die Treppe statt Aufzug.

Laufen Sie zur Arbeit oder nehmen Sie das Rad zum Einkaufen. Lassen Sie das Auto stehen so oft Sie können. Machen Sie jeden Abend einen kurzen Spaziergang um den Block. Jeder Schritt zählt!

Im Idealfall suchen sie sich einen neuen Sport. Besonders geeignet hierfür sind Kraftsport oder Ausdauersportarten. Schließen Sie sich einer Laufgruppe an.

Oder besorgen Sie sich eine Jahreskarte für das Schwimmbad. Im besten Fall steigern Sie nicht nur ihr Wohlbefinden und Ihre Fitness – vielleicht lernen Sie sogar neue Leute kennen.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

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4. Verlieren Sie Übergewicht

Wer Übergewicht nachhaltig und ohne Hungern abbaut, fühlt sich meist nicht nur besser. Er hilft seinem Körper auch dabei nicht an Diabetes zu erkranken.

Denn Übergewicht ist einer der relevantesten Risikofaktoren für die Entwicklung von Diabetes-Typ 2.

Fett, das sich um den Bauch und um die inneren Organe rum ansetzt, spielt eine zentrale Rolle in der Entstehung von Diabetes.

Je früher Sie ihm also den Kampf ansagen, desto besser für Sie. Wenn Sie sich an die Tipps 1-3 halten sollte dies im Idealfall beinahe von selbst geschehen.

5. Trinken Sie Kaffee als Geheimwaffe

In der Medizin war Kaffee schon das Subjekt einiger wilden Theorien, die nicht unbedingt zu seinem Ruf als Superfood beigetragen haben. Jedoch belegen verschiedene Studien, dass Kaffee das eigene Diabetes-Risiko senken kann.

Untersuchungen an über 17.000 Personen konnten zeigen, dass Menschen die mehr als 7 Tassen pro Tag trinken, weitaus seltener an Diabetes erkranken.

Auf diese Nachricht sollten Sie sich erstmal einen Kaffee holen – aber ohne Milch!

6. Trinken Sie weniger Alkohol

Alkohol steigt uns nicht nur zu Kopf – er erhöht auch unsere Blutzucker. Außerdem kann er zu einer Alkohol-bedingten Fettleber führen, einem Zustand, den Sie unbedingt vermeiden möchten.

Die gute Nachricht ist, dass Sie nicht ganz auf Alkohol verzichten müssen (auch wenn genug andere Gründe dafürsprechen würden).

Sie müssen den Genuss lediglich reduzieren. Ärzte empfehlen bei Frauen 10g und bei Männern 20g Alkohol am Tag. Das sind in etwas 1 bzw. 2 Gläser Wein am Tag. 

7. Hören Sie auf zu Rauchen

Wenn Sie bis heute noch keinen guten Grund gefunden haben das Rauchen aufzugeben (neben den gravierenden Schäden für die Lunge und den Kosten), haben wir einen für Sie: Wer aufhört zu rauchen, senkt sein eigenes Diabetes-Risiko um bis zu 50%.

8. Schlafen Sie sich aus

Sich die Nächte um die Ohren zu schlagen mag in Ihrer Jugend Spaß gemacht haben. Doch Schlafmangel oder ein gestörter Schlafrhythmus wirken sich negativ auf Ihre Insulinausschüttung und Ihre Blutzuckerwerte aus. Nicht umsonst werden schwere Schlafstörungen eng mit Diabetes assoziiert. 

9. Entspannen Sie sich

Wussten Sie, dass Stresshormone für einen erhöhten Blutzuckerspiegel verantwortlich sein können? Nein. Jetzt wissen Sies. Versuchen Sie also unbedingt sich kurze Pausen und Auszeiten in Ihrem Alltag zu nehmen.

Das lässt sich wunderbar mit Punkt 3 (Bewegung verbinden): Sportarten wie Yoga oder Pilates sind sehr gut geeignet den Stress ihres Alltags rauszulassen.

Als effektiv haben sich auch Atemübungen, autogenes Training oder progressive Muskelentspannungen erwiesen. Doch damit ist es nicht getan.

Es ist unerlässliche, dass Sie sich Alltagsroutinen schaffen, die Ihnen helfen mit stressigen Situationen klar zu kommen, mal auszuschalten und das Leben zu genießen. Ob das nun mit einem Kinobesuch oder einer Yoga-Stunde einmal die Woche anfängt, überlassen wir Ihnen – solange es hier nicht aufhört.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

Machen Sie einen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 unternehmen können:

Was kann Diabetes Prävention überhaupt bewirken?

Erwartungen an den Erfolg der Präventionsmaßnahmen

Die kurze Antwort lautet: viel. Mehrere Studien belegen, dass eine frühzeitige und konsequente Umstellung der Lebensweise bei Risikopersonen die Entstehung von Diabetes mellitus verzögern oder sogar verhindern kann.

Dafür müssen Sie jedoch am Ball bleiben. Mit einer Runde Joggen im Park, einem gesunden Abendessen und einer Yoga-Stunde ist es nicht getan.

Um Diabetes wirklich vorzubeugen müssen Sie ihre gesamte Lebensweise mit neuen, gesunden und nachhaltigen Routinen füllen.

Das kann gerade am Anfang überwältigend sein. Fangen Sie daher mit kleinen Schritten an, setzten Sie sich Ziele, die sie einhalten können.

Und gerade, wenn es um Ernährung und Sport geht: Suchen Sie nach Sachen, die Ihnen gefallen. Probieren Sie verschiedene Gerichte aus, besuchen Sie verschiedene Sportkurse. Und wenn Ihnen etwas zusagt, machen Sie es weiter.

Das positive an der ganzen Sache ist, dass Sie mit einer Veränderung Ihrer Lebensweise nicht nur Ihr Diabetes Risiko senken – Sie beugen auch anderen Krankheiten vor, die durch Bewegungsmangel, Übergewicht, falscher Ernährung oder Rauchen entstehen können. 

Und was ist mit Diabetes Typ-1?

Bis heute ist Diabetes Typ-1 nicht heilbar. Denn noch ist unklar, wie der Prozess ausgelöst wird, der dazu führt, dass Antikörper die Betazellen eines Menschen angreifen und zerstören.

Insofern ist es nicht überraschend, dass es bis heute keine gesicherten Maßnahmen zur Prävention von Diabetes Typ-1 gibt.

Doch die Forschung arbeitet an verschiedenen Forschungsvorhaben, um Diabetes Typ-1 irgendwann verhindern zu können.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

Machen Sie einen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 unternehmen können:

Diabetes Selbsthilfe, Claudia-Michaela Fischer

Diabetes Selbsthilfe Interessengemeinschaft
Claudia-Michaela Fischer
Abtsleitenweg 16
97074 Würzburg

E-Mail: [email protected]

Quellen

  • https://www.diabetes-news.de/wissen/praevention/primaerpraevention-typ-1-diabetes
  • https://www.gesundheitsinformation.de/medikamente-bei-typ-2-diabetes.2486.de.html?part=behandlung-2n
  • https://www.diabetesstiftung.de/11-tipps-zur-praevention
  • https://www.diabetesde.org/diabetes-medikamente
  • https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/typ-2-diabetes/medikamente-gegen-typ-2-diabetes.html
  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html
  • https://www.diabetesde.org/diabetes-typ-2-vorbeugen-ausgewogener-ernaehrung-bewegung
  • https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/diabetes/wie-kann-ich-diabetes-vorbeugen-2013500
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Diabetes

Medikamente bei Diabetes Typ-2: Welche gibt es?

Wenn es um die Behandlung von Diabetes mellitus geht, denken viele Menschen lediglich an eine Insulintherapie.

Im Gegensatz zu Diabetes Typ-1, wird diese bei Typ-2 Diabetikern nur dann eingesetzt, wenn der Blutzucker weder durch eine Änderung des Lebensstils noch durch Tabletten in den Griff bekommen werden kann.

Zur Behandlung von Diabetes Typ-2 kommen daher häufig die sogenannten oralen Antidiabetika zum Einsatz.

Diese gibt es in verschiedenen Formen, die an unterschiedlichen Stellen wirken. Manche zur Senkung des Blutzuckers, andere dagegen zur Senkung der Insulinproduktion.

Manche von ihnen kommen sogar mit einem Doppeleffekt, indem sie z.B. auch Herz und Nieren beschützen. Somit kann nicht jedem Patienten das gleiche Antidiabetikum verschrieben werden. 

Im folgenden werden wir Sie über die verschiedenen oralen Antidiabetika informieren und Sie mit deren Anwendung vertraut machen.

Tipp: Wussten Sie, dass Sie sich Medikamente wie Metformin auch online (z. B. bei 121doc) verschreiben lassen können, ohne dafür physisch zum Arzt oder in die Apotheke gehen zu müssen? Mehr dazu erfahren Sie hier oder unter www.121doc.de

Orale Antidiabetika zur Senkung des Blutzuckers

  • Biguanide (z.B. Metformin): Senken den Blutzucker durch eine verzögerte Zuckeraufnahme des Darms und Verminderung der Zuckerbildung durch die Leber. Blutfettwerte werden ebenfalls gesenkt. Ungeeignet bei fortgeschrittener Nieren- oder Leberschwäche, Asthma oder fiebrigen Erkrankungen. Unterzuckerungen werden nicht ausgelöst.
  • Flozine (SGLT-2-Inhibitoren, SGLT-2-Hemmer): Steigern die Zuckerausscheidung im Urin. Senken den Blutzucker besonders nach Mahlzeiten, entlasten Nieren und Herz und senken den Blutdruck. Unterzuckerungen werden nicht ausgelöst. Jedoch kann es zu Infektionen im Genitalbereich kommen.
  • DPP-4-Hemmer: Erhöhen die Konzentration von Inkretinen (Darmhormone, welche die Abgabe von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse bei Nahrungsaufnahme regulieren), indem sie verhindern, dass diese durch das Enzym DPP-4 abgebaut werden. Somit werden die Blutzuckerwerte vor allem nach Mahlzeiten gesenkt. Unterzuckerungen werden nicht ausgelöst. Jedoch weisen Langzeitstudien auf ein erhöhtes Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko bei Patienten mit bestehenden Herz-Kreislauf-Komplikationen hin.
  • Glitazone: Unterstützen die Körperzellen dabei, das körpereigene Insulin wieder besser zu verwerten, indem sie die Empfindlichkeit der Gewebezellen für Insulin erhöhen. Gefahr einer Unterzuckerung vorhanden, aber gering. Ungeeignet für Patienten mit Herzschwäche.
  • Alpha-Glukosidase-Hemmer: Verlangsamen die Aufnahme von Zucker im Darm, sodass die Blutzuckerwerte nach Mahlzeiten weniger rapide ansteigen. Unterzuckerungen werden nicht ausgelöst. Da die Nebenwirkungen zahlreich und die blutzuckersenkende Wirkung nur gering sind, wird es heute nur noch selten verwendet.

Orale Antidiabetika zur Anregung der Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse

  • Sulfonylharnstoffe: Regen die körpereigene Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse an und werden vor allem bei normalgewichtigen Typ-2 Diabetikern eingesetzt, da sie häufig zu Gewichtszunahme führen und eine Insulinresistenz verstärken können. Unterzuckerung möglich, daher sollten Patienten regelmäßig Kohlenhydrate zu sich nehmen.
  • Glinide: Regen die körpereigne Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse nach Mahlzeiten an. Einnahme üblicherweise vor Hauptmahlzeiten. Unterzuckerung nicht ausgeschlossen, daher sollten Patienten regelmäßig Kohlenhydrate zu sich nehmen. Für Patienten mit Nieren- oder Leberschwäche ungeeignet.
  • Inkretin-Analoga: Imitieren die Wirkung natürlicher Inkretine (Darmhormone, welche die Abgabe von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse bei Nahrungsaufnahme regulieren) und senken das blutzuckersteigernde Hormon Glukagon. Gewicht und Bluthochdruck sinken ebenfalls. Unterzuckerungen werden selten ausgelöst. 

Wann kommen die oralen Antidiabetika zum Einsatz?

Grundlage einer Diabetes-Therapie ist die Änderung der Lebensweise: Der Patient muss sich eine gesunde Ernährung aneignen, sein Körpergewicht kontrollieren und sich vermehrt körperlich betätigen.

Sind diese Maßnahmen allein nicht ausreichend, um den Blutzuckerwert in den Griff zu bekommen, greift man zu Medikamenten.

Hier kommen die oralen Antidiabetika zum Einsatz. Laut Empfehlung der Schweizer Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie (SGED) wird zunächst mit einer medikamentösen Monotherapie begonnen.

Das bedeutet, dass der Patient nur ein einziges orales Antidiabetikum zu sich nimmt.

Meist startet die Therapie mit dem Medikament Metformin. Je nach Alter und Lebensstil können jedoch unterschiedliche Behandlungsziele wichtig sein, daher hängt die Wahl des oralen Antidiabetikums auch vom Alter und anderen gesundheitlichen Faktoren ab.

Sollte sich der Blutzucker des Patienten (gemessen am HbA1c-Wert) innerhalb von drei Monaten nicht verbessert haben, geht man zu einer sogenannten Kombinationstherapie über.

Der Patient nimmt nun zwei oder sogar drei orale Antidiabetika gleichzeitig.  Mehr dazu erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

Machen Sie einen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 unternehmen können:

Kombinationstherapie 

Sollten weder die Änderung der Lebensweise noch die Monotherapie mit einem oralen Antidiabetikum erfolgreich den Blutzucker senken, kommt die sogenannte Kombinationstherapie zum Einsatz.

Diese sieht die Kombination von mindestens zwei (in manchen Fällen auch drei) oralen Antidiabetika vor.

Metformin bildet meist die Basis und wird dann je nach Bedarf mit weiteren Medikamenten (wie z.B. Sulfonylharnstoff oder DPP-4-Hemmern) kombiniert.

Wird Insulin zur Behandlung von Diabetes Typ-2 benutzt?

Während die Behandlung von Diabetes Typ-1 in der Regel mit einer Insulintherapie beginnt, kommt diese bei Typ-2 Diabetikern erst dann zum Einsatz, wenn weder ernährungstechnische Maßnahmen und körperliche Bewegung noch orale Antidiabetika allein eine ausreichende Wirkung hatten.

Des Weiteren kann sie vorübergehend im Fall von extremen Blutzuckerwerten, einer Schwangerschaft oder schweren Infektionen zum Einsatz kommen. Dabei können verschiedene Formen von Insulin zum Einsatz kommen:

  • Normalinsulin: Entspricht dem körpereigenen Insulin und hat eine Wirkdauer von rund 5 Stunden. Einnahme 10-30 Minuten vor der Mahlzeit empfohlen.
  • Insulin-Analoga: Genetisch verändertes, körpereigenes Insulin mit einer Wirkdauer von rund 3 Stunden. Wirkt sehr schnell, Einnahme daher nur 0 bis 15 Minuten vor der Mahlzeit empfohlen.
  • Lang wirksame Insulin-Analoga: Genetisch verändertes, körpereigenes Insulin mit einer Wirkdauer von rund 24 Stunden. Wirkt sehr schnell, Einnahme daher nur 0 bis 15 Minuten vor der Mahlzeit empfohlen.
  • Verzögerungsinsulin (Basalinsulin): Normalinsulin, dessen Wirkdauer durch Zusätze (z.B. Protamin) auf 10-12 Stunden verlängert wurde.
  • Mischinsuline: Mischung aus Normal- und Verzögerungsinsulin bzw. Insulin-Analoga. Schnelle Wirkung bei langanhaltender Wirkdauer.

In den meisten Fällen kommen die Insuline in Kombination mit oralen Antidiabetika zum Einsatz.

Die üblichsten Therapieformen mit Insulin für Typ-2 Diabetiker sind die basalunterstützende orale Therapie (BOT) und die supplementäre Insulintherapie (SIT).

Basalunterstützte Orale Therapie (BOT)

In manchen Fällen kann eine Kombination von Metformin und einem Basalinsulin zum Einsatz kommen.

Ein Basalinsulin ist ein Normalinsulin mit verlängerter Wirkdauer.

Diese Therapieform wird Basalunterstützte Orale Therapie (BOT) genannt und kombiniert die einmalige Gabe eines langwirkenden Basalinsulins mit der Einnahme von einem oralen Antidiabetikum wie z.B. DPP-4-Hemmern, Metformin oder SGLT-2-Hemmern.

Das Basalinsulin wird meist abends gespritzt und soll den nahrungsunabhängigen Grundbedarf des Körpers bis zu 24h decken, damit das körpereigene Insulin in Kombination mit den Diabetes-Medikamenten besser zu den Mahlzeiten wirken kann.

Diese Therapieform ist besonders geeignet für Typ-2 Diabetiker, deren Nüchternblutzucker morgens erhöht ist.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

Machen Sie einen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 unternehmen können:

Supplementäre Insulintherapie (SIT)

Ähnlich wie BOT kombiniert SIT Insulin mit oralen Antidiabetika und kommt erst dann zum Einsatz, wenn sowohl eine Änderung der Lebensweise als auch die oralen Antidiabetika alleine nicht anschlagen.

Diese Therapieform sieht die gewohnte Einnahme eins oralen Antidiabetikums (meist Metformin) vor. Zusätzlich wird dann zu jeder Hauptmahlzeit eine kleine Dosis eines kurz wirksamen Analoginsulins gespritzt.

Die Supplementäre Insulintherapie (SIT) ist besonders für Diabetiker geeignet, die nach dem Essen deutlich erhöhte Blutzuckerwerte aufweisen.

Reine Insulintherapie bei Diabetes-Typ 2

Eine reine Insulintherapie, wie sie auch bei Typ-1 Diabetikern erfolgt, ist für Typ-2 Diabetiker sehr selten.

Sollten sich jedoch sowohl die Kombinationstherapie als auch die basalunterstützende orale Therapie oder die supplementäre Insulintherapie als wirkungslos erweisen, sollte gemäß der Schweizer Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie (SGED) über eine reine Insulintherapie nachgedacht werden.

Allgemeinen unterscheidet man zwischen zwei Insulintherapien: der konventionellen Insulintherapie und der intensivierten Insulintherapie. 

Konventionelle Insulintherapie

Vor Frühstück und Abendessen spritzt sich der Patient eine feste Dosis Mischinsulin (Mischung aus Normal- und Verzögerungsinsulin).

Um eine Unterzuckerung zu vermeiden, sollten keine weiteren Medikamente verwendet werden, die die Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse anregen.

Besonders geeignet für Patienten mit einem geregelten Tagesablauf und gleichbleibenden Essgewohnheiten.

Intensivierte konventionelle Therapie

Einmal täglich wird ein lang wirkendes Insulin gespritzt, welches den Grundbedarf an Insulin deckt. Zu jeder Mahlzeit spritzt sich der Patient zusätzlich ein kurz wirkendes Insulin.

Dessen Dosis berechnet der Patient selbst. Besonders geeignet für Typ-2-Diabetiker. Ermöglicht größere Flexibilität als die konventionelle Insulintherapie, ist jedoch aufwendiger.

Tipp: Wussten Sie, dass Sie sich Medikamente wie Metformin auch online (z. B. bei 121doc) verschreiben lassen können, ohne dafür physisch zum Arzt oder in die Apotheke gehen zu müssen? Mehr dazu erfahren Sie hier oder unter www.121doc.de

Diabetes Selbsthilfe, Claudia-Michaela Fischer

Diabetes Selbsthilfe Interessengemeinschaft
Claudia-Michaela Fischer
Abtsleitenweg 16
97074 Würzburg

E-Mail: [email protected]

Quellen

  • https://www.d-journal.ch/diabetes-aktuell/behandlungsstrategie-des-typ-2-diabetes/
  • https://www.diabetes-ratgeber.net/Medikamente
  • https://www.diabetes-ratgeber.net/Insulin/Basal-unterstuetzte-orale-Therapie-BOT-77349.html
  • https://www.diabetes-ratgeber.net/Insulin/Insulintherapie-bei-Typ-2-Diabetes-54136_5.html
  • https://www.gesundheitsinformation.de/medikamente-bei-typ-2-diabetes.2486.de.html?part=behandlung-2n
  • https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/typ-2-diabetes/medikamente-gegen-typ-2-diabetes.html
  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html
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Diabetes

Diabetes Test: Selbsttest oder doch zum Arzt?

Diabetes ist eine Krankheit, die zum Teil gravierende Folgen haben kann. Daher empfehlen wir Ihnen, sich regelmäßig von einem Arzt auf Diabetes testen zu lassen – vor allem dann, wenn Diabetes bereits in der Familie aufgetreten ist.

Was hilft bei Diabetes Typ 2?

Ernährungsumstellung, Medikamente und Co. – machen Sie diesen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 machen können:

Einige Testverfahren eignen sich jedoch auch für die Selbstdurchführung zu Hause und können nützliche Indikatoren sein, um Diabetes zu erkennen. Diese werden wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

Beachten Sie jedoch, dass diese Selbsttests nur beschränkt aussagekräftig sind und unter keinen Umständen einen Besuch beim Arzt ersetzen.

Was testet der Hausarzt genau?

Bevor wir weiter auf die Diabetes-Selbsttests eingehen, erinnern wir uns noch einmal kurz an das Diagnose-Verfahren beim Arzt. Um Diabetes zu diagnostizieren, orientiert sich der Arzt an verschiedenen Messwerten:

  • Nüchternblutzucker 
  • Gelegenheitsblutzucker
  • Langzeitblutzucker (HbA1c-Wert)
  • Oraler Glukosetoleranztest (oGTT)

Im Normalfall nimmt der Arzt einen dieser drei Werte indem er das Blut seines Patienten untersucht. 

Eine Untersuchung des Urins ist ebenfalls möglich. Jedoch wird der überschüssige Zucker erst ab Gelegenheitswerten von 180 mg/dl (10 mmol/l) aus dem Blut an den Urin abgegeben.

Da ein Blutzuckerwert von 180 mg/dl bereits als erhöht gilt, besteht beim Urin-Test daher die Gefahr frühe Stadien von Diabetes zu übersehen. Daher werden in der Praxis meist die Blutwerte verwendet. 

Beträgt der Nüchternblutzucker mehr als 126 mg/dl, der Gelegenheitsblutzucker mehr als 200 mg/dl oder der Langzeitblutzucker mehr als 6,5%, ist die Diagnose Diabetes klar.

Liegen die Werte jedoch in einem Grenzbereich, kommt der orale Glukosetoleranztest zum Einsatz.

Dieser wird im nächsten Abschnitt genauer beschrieben. Weitere Informationen zum Diabetes-Test beim Arzt finden Sie hier: Verlinkung T003

Was misst der orale Glukosetoleranztest?

Der orale Glukosetoleranztest (oGTT) misst, wie schnell ein Mensch oral eingenommene Glukose abbauen kann.  Er kommt dann zum Einsatz, wenn andere Blutzuckerwerte im grenzwertigen Bereich liegen oder bestimmte Risikofaktoren für eine Diabetes-Erkrankung vorliegen.

Dem Betroffenen wird zunächst Blut abgenommen, um den Ausgangsblutzucker zu bestimmen. Im Anschluss verabreicht man dem Patienten 50-75 g Glukose und nimmt dann zwei und vier Stunden nach Verabreichung die Blutzuckerwerte.

Liegen diese nach zwei Stunden immer noch bei über 200 mg/dl, wird Diabetes diagnostiziert.

Weitere Informationen zum oGTT finden Sie hier: Verlinkung T003

Welche Schnelltests gibt es für zu Hause? Und was wird da getestet?

Sollten Sie Anzeichen für Diabetes, wie z.B. ein starkes Durstgefühl, wiederkehrende Harnwegsinfekte oder anhaltende Müdigkeit bei sich feststellen, sollten sich auf Nummer sicher gehen und selbst aktiv werden.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

Machen Sie einen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 unternehmen können:

Auch wenn ein Schnelltest einen Gang zum Arzt nicht ersetzt, kann er Ihnen helfen, Ihr eigenes Diabetes-Risiko besser einschätzen zu können.

Die gebräuchlichsten Selbsttests für zu Hause sind ein Urin-Schnelltest oder ein Online-Risikotest.

Urin-Schnelltest

Ein Urin-Schnelltest soll den Zucker im Urin eines Menschen messen.  Der Test selbst besteht lediglich aus einem Teststreifen. Zunächst müssen Sie ihren Harn in einem Becher auffangen, dann den Teststreifen reinhalten und anschließend dessen Farbe beurteilen.

Eine beigelegte Farbskala hilft bei der Einordnung der eigenen Verfärbung.

Die genaue Bedeutung der einzelnen Verfärbungen kann man in der Anleitung Urin- Schnelltests nachlesen. Im Prinzip gilt jedoch, dass kräftigere Farbwechsel mit einem höheren Zuckerwert im Urin daherkommen und somit ein Anzeichen für Diabetes sein können.

Da ein erhöhter Urin-Zuckerwert jedoch auch andere Ursachen haben kann, sollte auf einen positiven Befund hin ein weitergehendes Diabetes-Diagnoseverfahren durch einen Arzt eingeleitet werden.

Und was, wenn der Test keine Verfärbung aufweist? Auch dann kann Diabetes nicht zu 100% ausgeschlossen werden.

Denn Zucker wird erst ab 180 mg/dl an den Urin abgegeben.  Leiden Sie z.B. an einer leichten Form von Diabetes, würde ein Urintest dies nicht unbedingt messen können.

Messwerte aus dem Blut sind hier viel genauer. Wir empfehlen Ihnen daher auch bei unauffälligen Befunden regelmäßig einen Arzt zum Diabetes-Screening aufzusuchen.

Online Diabetes-Risiko-Test – Sind Sie Diabetes gefährdet?

Mit einem einfachen und schnellen Test lässt sich heute innerhalb kürzester Zeit das eigenen Diabetes-Risiko bestimmen.

In dem Test werden Ihnen Fragen zu Ihrem Alter, ihrer persönlichen Ernährung, Sportlichkeit, ihrem Körperbau und ihrer ärztlichen Historie bezüglich Bluthochdrucks und Blutzucker gestellt.

Diabetes-Erkrankungen innerhalb der engsten Verwandtschaft sind ebenfalls interessant.

Sobald Sie alle Fragen beantwortet haben, erhalten Sie eine Einschätzung Ihres Diabetes-Risikos.

Doch auch hier gilt: selbst bei einem niedrigen Diabetesrisiko ist eine Erkrankung nicht unmöglich. Lassen Sie sich daher regelmäßig von ihrem Arzt auf Diabetes untersuche.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

Machen Sie einen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 unternehmen können:

Gibt es Urin-Schnelltests in der Apotheke oder im DM?

Ja. Die Teststreifen für den Diabetes-Urin-Schnelltest kann man sowohl in Drogeriemärkten als auch in Apotheken erwerben. Diesen bekommen Sie dort schon ab 4€ für zwei Teststreifen.

Wie teuer ist ein Diabetes Schnelltest? Zahlt die Krankenkasse?

Die Teststreifen zum Urin-Schnelltest für zu Hause sind in der Regel nicht teuer. In der Drogerie bekommen Sie zwei Teststreifen für weniger als 4€.

Je nach Marke und Anzahl der Teststreifen kann dieser Preis variieren.

Von der Krankenkasse übernommen werden Urin-Teststreifen in der Regel jedoch nicht. Ganz im Gegenteil zum Diabetes-Screening. Dieses wird ab dem 35. Lebensjahr von der Krankenkasse übernommen.

Fazit: Im Zweifel immer zum Arzt

Ein Diabetes Schnelltest aus dem Drogeriemarkt oder der Apotheke kann ein guter Indikator sein, wann es Zeit ist zum Arzt zu gehen.

Da ein Urin Schnelltest jedoch dazu neigt, eine Erkrankung zu übersehen und die Ursachen der erhöhten Zuckerwerte im Urin nicht weiter zuordnen kann, kann ein Urin Schnelltest den Gang zum Arzt unter keinen Umständen ersetzen.

Wir möchten Ihnen daher sehr ans Herz legen, sich nicht auf diese Tests zu verlassen und regelmäßig einen Arzt zum Diabetes Screening aufzusuchen.

Diabetes Selbsthilfe, Claudia-Michaela Fischer

Diabetes Selbsthilfe Interessengemeinschaft
Claudia-Michaela Fischer
Abtsleitenweg 16
97074 Würzburg

E-Mail: [email protected]

Quellen

  • https://www.gesundheitsinformation.de/wie-man-blutzucker-und-zucker-im-urin-selbst-misst.2196.de.html?part=behandlung-fg
  • https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/typ-2-diabetes/ursachen-risikofaktoren.html
  • https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/diabetes/risiko-test/
  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html
  • https://diabetesinformationsdienst.de/ueber-diabetes/diabetes-typen/schwangerschaftsdiabetes-gestationsdiabetes/
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Diabetes

Diabetes Diagnose: So wird Diabetes frühzeitig erkannt

Die ersten zehn Jahre nach Erkrankung sind besonders entscheidend für den weiteren Verlauf und dem Risiko für Folgeerkrankung.

Daher ist es ratsam sich ausreichend über die Symptome von Diabetes zu informieren und regelmäßig an Voruntersuchungen teilzunehmen.

Wenn Sie vermehrt Symptome bei sich oder einem Angehörigen bemerken, sollten sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Um die Diagnose Diabetes mellitus stellen zu können, muss der Arzt eine Reihe von Tests durchführen.

Da die immer weiter voranschreitende Forschung stets neue Erkenntnisse mit sich bringt, sind die Informationen, die Sie online finden, oft ein wenig irreführend.

Der folgende Artikel wird Ihnen dabei helfen die verschiedenen Methoden zur Diabetes-Untersuchung besser zu verstehen und hoffentlich Ihre Angst vor dem Gang zum Arzt ein wenig lindern können.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

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Wie wird Diabetes diagnostiziert?

Diabetes Diagnose

Für die Diagnose Diabetes kann der Arzt verschiedenen Werte messen, die er dann zur Diagnose heranzieht. Der folgende Abschnitt dient dazu, Sie mit den verschiedenen Messwerten und Tests, die zum Einsatz kommen können, vertraut zu machen.

Im Abschnitt „Ablauf der Diagnose: Was passiert beim Arzt“ wird dann das genaue Prozedere bis hin zur Diagnose erläutert.

Nüchternblutzucker (Nüchternglukose)

Der Nüchternblutzucker ist einer der bekanntesten Messwerte, die zum Nachweis einer gestörten Glukoseverwertung und zur Diagnose des Diabetes mellitus verwendet werden.

Er wird in der Regel früh morgens gemessen, da der Patient mindestens acht Stunden vorher nichts essen und auch keine kalorienhaltigen Getränke, Kaffee oder schwarzen Tee zu sich nehmen darf.

Auch aufs Rauchen sollte vorher verzichtet werden.  Daher auch der Name Nüchternblutzucker. 

Liegt der Nüchternblutzucker unter 100mg/dl, ist der Patient im grünen Bereich. Übersteigt der Wert jedoch die 100 mg/dl spricht man bereits von einer abnormen Nüchternglukose.

Ab 126 mg/dl (7,0 mmol/l) ist das Vorliegen von Diabetes mellitus eindeutig.

Dennoch muss in den beiden letzten Fällen die Messung am Tag darauf wiederholt werden, um eine Fehlmessung auszuschließen und die Diagnose zu bestätigen. 

Liegt der Wert im grenzwertigen Bereich (zwischen 100 und 125 mg/dl) oder liegen signifikante Merkmale für Diabetes vor, wird als nächster Schritt ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) durchgeführt. Eine genauere Beschreibung zu diesem finden Sie weiter unten. 

Obwohl der Nüchternblutzucker lange Zeit ein fundamentaler Bestandteil der Diabetesdiagnose war, wird er in den letzten Jahren immer mehr vom Langzeitblutzucker abgelöst.

Gründe hierfür und eine genauere Beschreibung des Langzeitblutzuckers finden Sie weiter unten.

Gelegenheitsblutzucker

Im Gegensatz zum Nüchternblutzucker kann der Gelegenheitsblutzucker zu jeder Tageszeit unabhängig von vorangegangen Mahlzeiten gemessen werden.

Dieser Test kommt gerade dann zur Anwendung, wenn es bereits Hinweise auf einen zu hohen Blutzuckerspiegel gibt. Solche Hinweise können häufiges Wasserlassen, gesteigerter Durst oder ungewollte Gewichtsabnahme sein.

Das Vorliegen eines Gelegenheitsblutzuckers von über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) spricht ebenfalls eindeutig für die Diagnose Diabetes mellitus. Ein normaler Wert schließt Diabetes jedoch nicht aus.

Daher eignet sich auch der Gelegenheitsblutzucker nicht zum Ausschluss von Diabetes als Diagnose und es sollte unbedingt ein Glukosetoleranztest (oGTT) durchgeführt werden, wenn bestimmte Risikofaktoren für Diabetes vorliegen (wie z.B. Übergewicht oder Diabetes Erkrankungen bei erstgradigen Verwandten). 

Eine genauere Beschreibung zu diesem finden Sie weiter unten. In der Praxis kommt der Gelegenheitsblutzucker nur selten als Messwert zum Einsatz.

Was hilft bei Diabetes Typ 2?

Ernährungsumstellung, Medikamente und Co. – machen Sie diesen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 machen können:

Langzeitblutzucker (Hämoglobin A1c)

Lange Zeit diente die Bestimmung des Hämoglobinwertes (HbA1c-Wert) lediglich dazu, eine Aussage über die Güte der Blutzuckereinstellung während der Insulintherapie zu treffen.

Dies liegt daran, dass der HbA1c-Wert die mittleren Blutzuckerwerte der vergangen 8 bis 12 Wochen widerspiegelt. Deshalb auch der Name Langzeitblutzucker.

Jedoch empfehlen sowohl die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) als auch die American Diabetes Association (ADA) die Nutzung des Langzeitblutzuckers zur Diabetesdiagnose.

Vorteile werden hier vor allem darin gesehen, dass die Durchführung der Messung des HbA1c- Wertes einfach ist, da sie weder morgens noch auf nüchternen Magen erfolgen muss. 

Liegt der HbA1c-Wert zwischen 5,7 und 6,4% spricht man von einer Prädiabetes, ab 6,5% von Diabetes. Auch hier sollte bei Werten im Prädiabetes Bereich ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) erfolgen, um die Diagnose zu versvollständigen.

Trotz seiner Vorteile ist auch beim Langzeitblutzucker Vorsicht geboten. So ist dieser nicht für Menschen mit Störungen des Blutbilds, chronischen Nieren- oder Lebererkrankungen, perniziöser Anämie, Eisenmangelanämie, Sichelzellenanämie oder Thalassämie oder bei Schwangeren Patienten zur Diabetesdiagnose geeignet.

Oraler Glukosetoleranztest

Der sogenannte orale Glukosetoleranztest wird bei Verdacht auf eine gestörte Glukosetoleranz durchgeführt, wenn eine Messung des Nüchtern-, Gelegenheits- oder des Langzeitblutzuckers grenzwertige Ergebnisse liefert oder wenn eine Messung im normalen Bereich liegt, aber bestimmte Risikofaktoren vorliegen. Zu diesen Risikofaktoren zählen:

  • Übergewicht oder körperliche Inaktivität
  • arterieller Bluthockdruck
  • Diabetes mellitus Typ-2 bei erstgradigen Verwandten
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Proteine im Urin
  • Gefäßerkrankungen

Außerdem wird der oGTT zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche angewendet, um eine Schwangerschaftsdiabetes ausschließen zu können.

Damit dient der oGGT zur Frühdiagnosis von Diabetes mellitus, da er auch dann Diabetes nachweisen kann, wenn er durch Blutzuckerwerte noch nicht diagnostiziert werden kann.

Dennoch sollte der oGTT nicht als Diabetes-Suchtest genutzt werden, sondern für die Einordnung von Grenzfällen.

Beim oGTT wird dem Betroffenen zunächst Blut abgenommen und im Anschluss eine Zuckerlösung mit 50-75g Glukose zusammen mit 250ml Wasser verabreicht. Zwei sowie nach vier Stunden nach Einnahme der Glukose wird dann der Blutzucker gemessen.

Diabetiker weisen andere Blutzuckerwerte auf als gesunde Menschen.

Liegt ein erhöhter Nüchternblutzucker (ab 126 mg/dl bzw. 7,0 mmol/l) oder ein erhöhter 2-Stunden-Wert (über 200 mg/dl bzw. 11,1 mmol/l) vor, wird Diabetes diagnostiziert.

Der Test wird morgens zwischen 8:00 und 9:00 Uhr am nüchternen Patienten durchgeführt, das heißt der Patient muss 8-12h vor Testbeginn auf jegliche Kalorienzufuhr verzichten und darf weder Nikotin noch Kaffee, Tee oder anderen Getränke außer Wasser konsumieren.

Des Weiteren muss der Patient an den drei vorangegangen Tagen mehr als 150g Kohlenhydrate pro Tag zu sich genommen haben.

Ablauf der Diabetes Typ-2 Diagnose: Was passiert beim Arzt?

Um Diabetes, vor allem Diabetes Typ-2, frühzeitig zu erkennen, ist es ratsam, regelmäßig an Voruntersuchungen beim Hausarzt teilzunehmen und den Blutzucker prüfen zu lassen, besonders wenn bei Ihnen ein erhöhtes Diabetesrisiko besteht.

Besteht bei Ihnen ein Verdacht auf Diabetes mellitus, sollten Sie umgehend einen Hausarzt oder einen Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie (Diabetologe) aufsuchen, um einen sichere Diabetes-Diagnose zu erhalten.

Die Untersuchung beginnt mit einem ausführlichen Vorgespräch, in dem der Arzt Sie zu Ihrer medizinischen Vorgeschichte und Ihren Symptomen befragt. Ein Tagebuch mit den Symptomen kann an diesen Stellen hilfreich sein.

Ob Diabetes mellitus wirklich vorliegt, kann der Arzt anhand der Werte verschiedener Stoffe im Blut erkennen: dem Nüchternblutzucker, dem Gelegenheitsblutzucker und dem Langzeitblutzucker (Hämoglobin, A1c).

Eine ausführliche Beschreibung zu den drei Messwerten finden Sie weiter oben. 

Was hilft bei Diabetes Typ 2?

Ernährungsumstellung, Medikamente und Co. – machen Sie diesen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 machen können:

In der Praxis ist es meist der Nüchternblutzucker, der zur Diagnose von Diabetes mellitus eingesetzt wird. In den letzten Jahren hat jedoch der HbA1c-Wert an Relevanz gewonnen.

Wird bei einem der Werte eine Grenzwertüberschreitung festgestellt, findet am nächsten Tag eine zweite Messung statt.

Bestätigt diese das Ergebnis vom Vortag, ist die Diagnose Diabetes mellitus eindeutig. Befinden sich die Werte in einem Grenzbereich oder weist der Patient bestimmte Diabetes Risikofaktoren auf, so wird ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) durchgeführt werden. Dabei nimmt der Patient zwischen 50 und 75g Glukose zu sich.

Sowohl vor als auch zwei, bzw. vier Stunden nach der Einnahme wird der Blutzucker gemessen.

Liegt dieser nach zwei Stunden bei über 200 mg/dl, wird die Diagnose Diabetes mellitus bestätigt.

Weitere Informationen zum oGTT finden Sie weiter oben. Normalerweise kommt der orale Glukosetoleranztest nur bei grenzwertigen Vorergebnissen zum Einsatz.

Liegen jedoch bestimmte Diabetes-Risikofaktoren wie Diabetes-Erkrankungen in der Familie, arterieller Bluthochdruck, Übergewicht und Gefäßerkrankungen vor, kann es ratsam sein auch bei normalen Blutzuckerwerten einen oGTT durchzuführen, um den Diabetes rechtzeitig zu erkennen.

Denn sind die Blutzuckerwerte erst einmal in die Höhe geschossen, lassen sich Folgeerkrankungen schwerer vermeiden.

Die Diabetes-Untersuchung endet nicht jedoch nicht mit diesen Tests. Der Arzt wir darüber hinaus noch prüfen, ob Sie unter Begleit- und Folgeerkrankungen leiden.

Dafür wird der arterielle Blutdruck und die Cholesterinwerte kontrolliert, sowie weitere Blutfettwerde. So werden Bluthochdruck oder eine Fettstoffwechselstörung frühzeitig erkannt. Des Weiteren wird der Arzt prüfen, ob bereits diabetische Organschäden an Niere, Nervensystem, den Augen oder den Blutgefäßen aufgetreten. sind.

Wie wird Diabetes Typ 1 festgestellt?

Die Diagnose von Diabetes Typ-1 unterscheidet sich zunächst nicht grundlegend vom Prozedere bei Diabetes Typ-2. Auch hier wird Sie der Arzt zunächst zu Ihren Symptomen befragen und anschließend anhand einer Blut- oder Urinprobe einen der Diabetes-Messwerte bestimmen.

Liegt der Nüchternblutzucker an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bei über 126 mg/dl, bzw. der HbA1c-Wert bei über 6.5%, kann der Arzt sich sicher sein, dass Diabetes mellitus vorliegt.

Liegen die Messwerte jedoch in einem Grenzbereich (Nüchternblutzucker zwischen 100 und 125 mg/dl und HbA1c zwischen 5.7 und 6.4%) muss ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) durchgeführt werden. Dabei nimmt der Patient zwischen 50 und 75g Glukose zu sich. Sowohl vor der Zunahme als auch nach zwei und nach vier Stunden wird der Blutzucker gemessen.

Liegt dieser nach zwei Stunden bei über 200 mg/dl, wird die Diagnose Diabetes mellitus bestätigt. Weitere Informationen zum oGTT finden Sie weiter oben.

Nun weiß der Arzt mit Sicherheit, das Diabetes mellitus vorliegt. Dennoch muss geklärt werden, ob es sich um Diabetes Typ-1 oder Diabetes Typ-2 handelt.

Dies geht meist schon aus den Werten hervor, da sich bei Diabetes Typ-1 der Blutzucker nicht nur deutlich stärker erhöht als bei Diabetes Typ-2 – er sinkt auch deutlich langsamer wieder ab. Wenn überhaupt.

Was hilft bei Diabetes Typ 2?

Ernährungsumstellung, Medikamente und Co. – machen Sie diesen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 machen können:

Um sicherzugehen, wird das Blut jedoch auf Antikörper untersucht. Wir erinnern uns kurz, dass es sich bei Diabetes Typ-1, im Gegensatz zu Diabetes Typ-2, um eine Autoimmunerkrankung handelt, bei der Autoimmunkörper die insulinproduzierenden Zellen angreifen.

Daher kann man zur eindeutigen Diagnosis das Blut das Betroffenen auf die verschiedenen Antikörper untersuchen, die auf Diabetes Typ-1 schließen lassen: ICA; IAA, GADA, IA2A und ZnT8A. 

Normalerweise entwickelt sich Diabetes Typ-1 bereits im Kindes- oder Jugendalter. Jedoch gibt es auch Formen von Diabetes Typ-1, die erst im Erwachsenen oder Seniorenalter auftreten.

Dieser spät einsetzende Diabetes wird auch LADA genannt (latent autoimmune diabetes in the adult). Da die Symptome erst im Erwachsenenalter auftreten, wird LADA oft als Diabetes Typ-2 fehldiagnostiziert.

Dies kann insoweit problematisch sein, als dass es sich bei LADA um eine Autoimmunkrankheit handelt, die sich nicht mit den herkömmlichen Therapien für Diabetes Typ-2 in den Griff bekommen lässt.

LADA wird ähnlich wie Diabetes Typ-1 an dem Vorkommen von Autoantikörpern im Blut des Betroffenen diagnostiziert. Weitere Informationen über LADA und Diabetes Typ-1 finden Sie hier:

Warum ist eine frühzeitige Diagnose hilfreich?

Die Früherkennung von Diabetes ist enorm wichtig, um rechtzeitig die richtigen therapeutischen Maßnahmen einleiten zu können, um Folgeerkrankungen und Schäden zu verhindern oder zu minimieren.

Da Diabetes keine Erkrankung ist, die von heute auf morgen akut ausbricht, ist eine Früherkennung durchaus möglich, jedoch oft kein Bestandteil der ärztlichen Routineuntersuchung.

So wird Diabetes Typ-1 meist erst dann erkannt, wenn der insulinproduzierenden Zellen bereits soweit durch die Antikörper geschädigt wurden, dass der Blutzucker ansteigt.

Ist es bereits soweit gekommen, kann die Beschädigung der insulinproduzierenden Zellen nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Dabei lassen sich bereits Monate bis Jahre zuvor Antikörper im Blut nachweisen.

Genetik spielt bei Typ-1 Diabetes eine große Rolle. Ist in Ihrer Familie eine Diabetes Typ-1 Erkrankung bekannt, sollten Sie ihr Kind so früh wie möglich auf Antikörper im Blut testen lassen.

Diese lassen sich bei 80% der Kinder, die Diabetes Typ-1 entwickeln, bereits im Alter von fünf Jahren nachweisen. So können schlimmere Folgeschäden rechtzeitig verhindert werden.

Diabetes Test: Machen Sie den online Diabetes Selbsttest

Sollten Sie unter Diabetes Symptomen leiden, ist es ratsam umgehend einen Arzt aufzusuchen. Um die Wartezeit zum Termin ein wenig zu überbrücken, können Sie in der Zwischenzeit den Online Diabetes Selbsttest des Bayrischen Staatsministeriums für Pflege und Gesundheit machen: www.stmgp.bayern.de/vorsorge/diabetes/risiko-test

Quellen

  • https://www.gesundheitsinformation.de/diabetes-typ-2.2486.de.html
  • https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen
  • https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/habe_ich_diabetes_/symptome_bei_diabetes_typ_1_und_typ_2
  • https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/diabetes/risiko-test/
  • https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/204871/9789241565257_eng.pdf;jsessionid=AD8E3D54E1DF416ADF13E060CCA50501?sequence=1
  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html
  • https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/erkrankungsformen/folgeerkrankungen/index.html
Claudia-Michaela Fischer, Diabetes Selbsthilfe

Diabetes Selbsthilfe Interessengemeinschaft
Claudia-Michaela Fischer
Abtsleitenweg 16
97074 Würzburg

E-Mail: inf[email protected]
Tel: 030 / 20 16 77-33 

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Diabetes

Wie wird ein Diabetes erfolgreich behandelt?

Sie haben die Diagnose Diabetes erhalten und wollen sich erkundigen, wie es in Zukunft weitergehen wird? Oder sie interessieren sich aus anderen Gründen für die verschiedenen Behandlungsformen von Diabetes? Dann sind sie hier genau richtig.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den gängigen Therapieformen für Diabetes Typ-1, Typ-2 und Schwangerschaftsdiabetes, sowie Verlinkungen zu anderen Seiten rund um Diabetes-Medikamente und Diabetes-Prävention. 

Die Diagnose Diabetes kann zunächst ein ganz schöner Schock sein. Doch obgleich die Behandlung von Diabetes mit einigen Änderungen im Alltag verbunden sein wird, kann man sie auch als eine Chance auf eine gesündere Zukunft verstehen.

Die Diabetes-Forschung schreitet immer weiter voran und mit den neuesten Erkenntnissen und Therapien ist das Leben mit Diabetes heute sehr viel einfacher als noch vor ein paar Jahren.

Gibt es Unterschiede in der Behandlung von Typ-1, Typ-2 und Schwangerschaftsdiabetes?

Kurz gesagt, Ja. Die Unterschiede bedingen sich aus den verschiedenen Ursachen für die Erkrankung (mehr Informationen finden Sie hier: Verlinkung T004). 

Zunächst einmal hat die Behandlung aller Typen von Diabetes mellitus eines gemein: die Zielsetzung. Denn bei allen Formen zielt die Behandlung darauf ab, kurzfristig die Symptome wie Durst, Müdigkeit, häufiges Wasserlassen, allgemeines Unwohlsein und Leistungsschwäche zu verbessern.

Langfristig zielt die Behandlung dann auf den Erhalt einer hohen Lebensqualität und einer Minimierung der Folgeerkrankungen ab. Und genau diese langfristige Zielsetzung wird je nach Diabetes Typ durch unterschiedliche Therapien erreicht.

Behandlung Diabetes Typ-1

Da Diabetes Typ-1 durch einen Autoimmunprozess, der die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört, ausgelöst wird, steht bei seiner Behandlung immer und von Beginn der Behandlung der Ersatz des fehlenden Insulins im Vordergrund.

Das fehlende Insulin muss mehrmals täglich (mindestens 4 Mal) ins Unterhautfettgewebe (Subkutan) gespritzt werden. In den letzten Jahren haben sich dabei die intensivierte-konventionelle Insulintherapie (ICT) und die Insulinpumpentherapie als Standardtherapien etabliert.

Bei der intensivierten-konventionellen Insulintherapie erfolgt die Injektion des Insulins händisch. Hierfür werden entweder eine Spritze oder ein Insulin-Pen verwendet Bei letzterem handelt es sich um eine besondere Spritze, die einem dicken Kugelschreiber ähnlich sieht.

Das Insulin lässt sich mit einem Pen sehr einfach spritzen. Laut Angaben der Deutschen Diabetes Hilfe verwenden mehr als 95% der Betroffenen einen Insulin-Pen.

Eine kontinuierliche Infusion mit Hilfe einer Insulinpumpe, die die Arbeitsweise einer gesunden Bauchspeicheldrüse nachahmt, kann das manuelle Spritzen ersetzen.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

Machen Sie einen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 unternehmen können:

Das Gerät hat die Größe einer Streichholzschachtel, welche über einen kleinen Schlauch mit einer kurzen Nadel verbunden ist. Die Nadel steckt am Bauch unter der Haut des Patienten und gibt in regelmäßigen Zeitabständen Insulin an den Körper ab.

Die Insulinpumpe hat den großen Vorteil, dass sich ihr Träger fast überhaupt nicht einschränken muss und seinen Alltag und vor allem seine Mahlzeiten frei planen kann. 

Da sich die erforderliche Dosis an Insulin nach dem aktuellen Blutzucker, der Menge der zugeführten Kohlenhydrate und nach der geplanten körperlichen Bewegung richtet, ist es für Patienten und Angehörige wichtig, sich ein fundiertes Hintergrundwissen anzueignen.

So gibt es z.B. verschiedene Formen von Insulinen, die entweder den Grundbedarf abdecken (Basis-Insulin) oder die zusätzlich zu Mahlzeiten verabreicht werden (Bolus-Insulin). Aus diesem Grund werden spezielle Schulungskurse angeboten, damit die Betroffenen ihre eigenen Insulintherapie erlernen. 

Behandlung Diabetes Typ-2 (Stufentherapie)

Die Therapie für Typ-2 Diabetiker besteht aus verschiedenen Stufen und wird daher auch Stufentherapie genannt. Je nach Schweregrad und Krankheitsentwicklung kommen verschiedene Stufen zum Einsatz.

Stufe 1 (Basistherapie): 

Unabhängig vom Schweregrad des Diabetes, beginnt jede Behandlung von Typ-2 Diabetes mit einer Umstellung der bisherigen Lebensweise, als Hilfe zur Selbsthilfe.

Dazu gehört eine Ernährungsumstellung, oft auch eine Reduktion des Körpergewichts, vermehrte körperliche Bewegung und der Verzicht auf Nikotin oder Alkohol.

Die Ernährungsumstellung soll Typ-2 Diabetikern dabei helfen, Übergewicht abzubauen. Hierfür stellt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) z.B. evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen zur Behandlung und Prävention von Diabetes mellitus bereit.

Vielen Typ-2 Diabetikern hilft bereits diese Umstellung um den Blutzucker in den Griff zu kriegen. Gelingt es jedoch nicht, mit diesen Maßnahmen den Blutzuckerwert innerhalb von 2-6 Monaten zu stabilisieren, kommen Medikamente zum Einsatz.

Stufe 2 (Orale Antidiabetika)

Als orale Antidiabetika bezeichnet man Tabletten, die den Diabetes bekämpfen und oral eingenommen werden. Sie sind in der Regel der Beginn einer medikamentösen Einstiegstherapie.

Sofern keine Unverträglichkeiten vorliegen, wird die Behandlung durch orale Antidiabetika meist mit einer Substanz namens „Metformin“ begonnen. Genauere Informationen zu den verschiedenen Insulin-Medikamenten finden Sie hier:

Verlinkung T007

Führt die Behandlung mit einem oralen Antidiabetikum innerhalb von 3-6 Monaten zu keiner Normalisierung des Blutzuckers, kommen eine Kombination aus oralen Antidiabetika oder eine Insulintherapie zum Einsatz.

Was hilft bei Diabetes Typ 2?

Ernährungsumstellung, Medikamente und Co. – machen Sie diesen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 machen können:

Stufe 3 (Kombination zweier oraler Antidiabetika oder Insulintherapie)

In dieser Therapiestufe werden verschiedene orale Antidiabetika miteinander kombiniert um den Blutdruck ausreichend zu senken. Hierbei wird darauf geachtet, dass sich die Medikamente in ihrer Wirkung ergänzen. Oft wird Metformin als Basis beibehalten und mit anderen Antidiabetika kombiniert. 

Eigentlich wird Insulin nur dann verordnet, wenn die Wirkung von oralen Antidiabetika allein nicht ausreicht. Dennoch kann der Arzt in einigen Fällen entscheiden auf die Kombination zu verzichten und gleich Insulin verordnen. 

Kann auch durch die Kombination der Antidiabetika keine ausreichende Senkung des Blutzuckerspiegels erreicht werden, geht man zu einer Insulin- und Kombinationstherapie über.

Stufe 4 (intensivierte Insulin- und Kombinationstherapieform)

Sollte keine der ersten drei Stufen ausreichend angeschlagen haben, wird in der letzten Stufe der Stufentherapie eine intensivierte Insulin- und Kombinationstherapie eingeleitet.

Insulin ist der Eckpfeiler dieser Therapie, wobei die Insulinabgabe in zwei Komponenten aufgeteilt wird: unabhängig von den Mahlzeiten und zusätzlich von den Mahlzeiten. Gegebenenfalls wird das Insulin auch mit verschiedenen Antidiabetika kombiniert. 

Behandlung Schwangerschaftsdiabetes

Obwohl es sich bei einer Schwangerschaftsdiabetes um eine temporäre Kondition handelt, die meist mit dem Ende der Schwangerschaft wieder verschwindet, muss sie zum Schutz von Mutter und Kind unbedingt behandelt werden.

Unbehandelt kann der Diabetes Entwicklungsstörungen, Fehlbildungen und im schlimmsten Fall sogar den Tod des ungeborenen Kindes verursachen.

Deshalb sollten Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes unbedingt eine spezialisierte diabetologische Betreuung aufsuchen.

Ähnlich wie bei Diabetes Typ-2 ist der erste Schritt in der Therapie für Schwangerschaftsdiabetes die Ernährungsumstellung.

Manchen Frauen wird empfohlen, sich mehr zu bewegen. Diese Maßnahmen hängen jedoch stark von den Ernährungsgewohnheiten, dem Gewicht und der Sportlichkeit der Patientin ab.

Sollte die Umstellung nicht ausreichen um den Blutzucker zu normalisieren, wird Insulin gespritzt. Um den Fötus nicht zu schädigen, wird eine Therapie mit Tabletten unterlassen. 

Was hilft bei Diabetes Typ 2?

Ernährungsumstellung, Medikamente und Co. – machen Sie diesen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 machen können:

Welche Medikamente gibt es zur Behandlung?

Je nach Diagnose gibt es verschiedenen Medikamente zur Behandlung von Diabetes. Während Diabetes Typ-1 mit dem Wirkstoff Insulin behandelt wird, kommen beim Diabetes Typ-2 meist orale Antidiabetika wie z.B Metformin zum Einsatz.

Tipp: Wussten Sie, dass Sie sich Medikamente wie Metformin auch online (z. B. bei 121doc) verschreiben lassen können, ohne dafür physisch zum Arzt oder in die Apotheke gehen zu müssen? Mehr dazu erfahren Sie hier oder unter www.121doc.de

Wie kann ich Diabetes mellitus vorbeugen?

Während man dem Diabetes Typ-1 nur schwer vorbeugen kann, ist es durchaus möglich Diabetes Typ-2 hinauszuzögern oder sogar zu verhindern.

Macht man sich seine Ursachen bewusst, welche häufig mit einem ungesunden Lebensstil und mangelnder Bewegung zusammenhängen, wird dies recht offensichtlich.

Claudia-Michaela Fischer, Diabetes Selbsthilfe

Diabetes Selbsthilfe Interessengemeinschaft
Claudia-Michaela Fischer
Abtsleitenweg 16
97074 Würzburg

E-Mail: [email protected]
Tel: 030 / 20 16 77-33 

Quellen

  • https://www.gesundheitsinformation.de/diabetes-typ-2.2486.de.html
  • https://www.gesundheitsinformation.de/wie-wird-schwangerschaftsdiabetes-behandelt.2108.de.html?part=behandlung-eb
  • https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen
  • https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/habe_ich_diabetes_/symptome_bei_diabetes_typ_1_und_typ_2
  • https://www.diabetes-deutschland.de/archiv/4533.htm
  • https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/typ-2-diabetes/ursachen-risikofaktoren.html
  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html
  • https://www.zuckerkrank.de/diabetes-typ-2/vorbeugen
  • https://diabetesinformationsdienst.de/ueber-diabetes/diabetes-typen/schwangerschaftsdiabetes-gestationsdiabetes/
  • https://www.netdoktor.de/krankheiten/diabetes-mellitus/diabetes-typ-3/
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Diabetes

Ursachen von Diabetes mellitus: Was kann Diabetes auslösen?

Sie haben bereits die Diagnose Diabetes erhalten und möchten sich darüber informieren, welche Ursachen hinter dieser Krankheit stecken? Oder Sie befürchten an Diabetes zu leiden und wollen sich darüber informieren, ob Sie einer der Risikogruppen für Diabetes angehören?

Dann sind Sie auf dieser Seite richtig. Im Folgenden werden Sie über die Ursachen von Diabetes Typ-1 und Typ-2 aufgeklärt, die wichtigsten Risikofaktoren für eine Erkrankung aufgezählt und Ihnen Verlinkungen zu detaillierten Beschreibungen der Krankheit, ihrer Symptome und ihrer Diagnose geboten. 

Ursachen und Risikofaktoren Diabetes Typ-1 und LADA-Diabetes

Beim Typ-1 Diabetes handelt es sich um eine primär insulinabhängige Form vom Diabetes mellitus. Der Körper kann nur sehr wenig bis gar kein Insulin herstellen.

Das liegt daran, dass im Körper Autoimmunprozesse ausgelöst werden, die dazu führen, dass sich Antikörper im Blut des Betroffenen bilden.

Diese Antikörper greifen die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse an, sodass der Körper nicht mehr in der Lage ist genug Insulin zu produzieren.

Obwohl man weiß, welche Prozesse hinter Diabetes Typ-1 stecken, ist die genaue Ursache, die den Autoimmunprozess auslöst, noch nicht bekannt.

Die Wissenschaft vermutet jedoch, dass die Genetik der Patienten eine Rolle spielt, da 10-15% der Diabetes Typ-1 Patienten unter 15 Jahren einen Verwandten ersten Grades haben, der ebenfalls an Diabetes erkrankt ist.

Außerdem ist es Forschern gelungen mehrere Genveränderungen zu identifizieren, die mit der Entstehung von Typ-1 Diabetes in Verbindung gebracht werden.

Eines steht aber fest: Diabetes Typ-1 ist weniger stark vererbbar als Diabetes Typ-2.

Des Weiteren vermuten Wissenschaftler, dass der schädliche Autoimmunprozess, der zu Diabetes Typ-1 führt, durch verschiedene äußere Faktoren ausgelöst oder begünstigt wird.

Solche äußeren Faktoren können mit der Ernährung zusammenhängen, im Verdacht stehen aber auch Krankheiten wie Mumps, Masern und Röteln. Eindeutige Zusammenhänge konnten jedoch bisher nicht nachgewiesen werden.

Was hilft bei Diabetes Typ 2?

Ernährungsumstellung, Medikamente und Co. – machen Sie diesen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 machen können:

Genau wie bei Diabetes Typ-1 sind auch die Ursachen für den sogenannten LADA-Diabetes ungeklärt. Hier handelt es sich um einen im Erwachsenenalter einsetzenden Diabetes, der zunächst Merkmale vom Diabetes Typ-2 aufweist, nach einiger Zeit jedoch Diabetes Typ-1 immer ähnlicher wird.

Auch hier kann man Antikörper im Blut nachweisen, für deren Entstehung es noch keine stichhaltige Erklärung gibt.

Bei beiden Diabetes-Formen ist es aufgrund der ungeklärten Ursache schwierig Aussagen über Risikofaktoren zu machen.  Mehr Informationen über Diabetes Typ-1 oder LADA-Diabetes finden Sie hier: www.diabetes-selbsthilfe.com/diabetes-mellitus

Ursachen und Risikofaktoren Diabetes Typ-2

Im Gegensatz zum Typ-1 Diabetes weiß man beim Typ-2 Diabetes besser über die Ursachen Bescheid. Fest steht: Die Veranlagung zu Diabetes Typ-2 ist erblich.

Studien mit eineiigen Zwillingen konnten feststellen, dass fast immer beide Zwillinge an Diabetes Typ-2 erkrankten. Beim Diabetes Typ-1 geschah dies nur bei einem Drittel der eineiigen Zwillingspärchen. Doch die Veranlagung allein ist der einzige ausschlaggebende Faktor.

Ganz im Gegenteil, selbst bei Menschen mit erblicher Vorbelastung muss es nicht zum Ausbruch der Krankheit kommen, wenn der Lebensstil stimmt.

Denn Diabetes Typ-2 wird zusätzlich zur genetischen Veranlagung auch durch einen ungesunden Lebensstil mit starkem Übergewicht und Bewegungsmangel gefördert, da diese die sogenannte Insulinresistenz begünstigen.

Ein insulinresistenter Körper produziert anfangs noch genug Insulin, jedoch werden die Körperzellen zunehmend unempfindlich dagegen.

Daher reicht auch die vorhandenen Insulinmenge nicht mehr aus, um den Blutzucker in die Zellen einzuschleusen. Der Blutzucker erhöht sich.

Übergewicht und Fettleibigkeit begünstigen eine Insulinresistenz insofern, dass das Fettgewebe des Betroffenen Botenstoffe ausschütten, die diese Entwicklung weiter vorantreiben.

Ein ausgewogener und gesunder Lebensstil kombiniert mit ausreichend Bewegung sind daher die beste Prävention gegen Diabetes Typ-2 – nicht nur für Menschen mit erblicher Veranlagung.

Des Weiteren kann auch ein Fehlen von Darmhormonen ausschlaggebend für die Erkrankung sein. Normalerweise sorgen bestimmte Darmhormone, sogenannt Inkretine, dafür, dass der Körper durch ausreichende Insulinausschüttung dazu in der Lage ist den Blutzucker abzubauen.

Was hilft bei Diabetes Typ 2?

Ernährungsumstellung, Medikamente und Co. – machen Sie diesen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 machen können:

Jedoch wird bei manchen Diabetes Typ-2 Patienten vermutet, dass die Ausschüttung oder Wirkung eben dieser Darmhormone vermindert ist, sodass keine angemessene Insulinausschüttung erfolgt.

Diese Theorie ist jedoch bisher nur eine Vermutung und im Gegensatz zu den vorher genannten Ursachen noch nicht ausreichend belegt.

Da viele der Risikofaktoren für Diabetes Typ-2 beeinflussbar sind, ist es sinnvoll sich diese vor Augen zu führen und bei Bedarf den eigenen Lebensstil präventiv anzupassen. Zu den Risikofaktoren für Diabetes Typ-2 gehören:

  • genetische Veranlagung (Diabetes Typ-2 Erkrankungen in der Familie)
  • Übergewicht, Fettleibigkeit und Adipositas
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • ballaststoffarme, fett- und zuckerreiche Ernährung
  • bestimmte Medikamente, die den Zuckerstoffwechsel verschlechtern (z.B. die Verhütungspille, Antidepressiva, Blutdrucksenker)
  • zunehmendes Alter
  • hormonelle Erkrankungen

Mehr Informationen über Diabetes Typ-2 finden Sie hier: www.diabetes-selbsthilfe.com/diabetes-mellitus

Ursachen Diabetes Typ-3

Unter dem Begriff Diabetes Typ-3 versteht man all die Sonderformen von Diabetes, die sich weder Diabetes Typ-1 noch Diabetes Typ-2 zuordnen lassen.

Man unterteilt Typ-3 Diabetes nach seinen Ursachen in acht verschiedenen Untergruppen:

  • Diabetes Typ-3a (MODY-Diabetes): Gendefekte in den Insulin-produzierenden Betazellen
  • Diabetes Typ-3b: Gendefekte in der Insulinwirkung
  • Diabetes Typ-3c (pankreopriver Diabetes): Erkrankung der Bauchspeicheldrüse 
  • Diabetes Typ-3d: Erkrankung/Störungen des Hormonsystems
  • Diabetes Typ-3e: Chemikalien oder Medikamente
  • Diabetes Typ-3f: Viren
  • Diabetes Typ-3g: Autoimmunerkrankungen
  • Diabetes Typ-3h: genetische Syndrome

Weitere Informationen zu den Ursachen von Diabetes Typ-3 finden Sie hier: www.diabetes-selbsthilfe.com/diabetes-mellitus

Ursachen und Risikofaktoren Schwangerschaftsdiabetes

Die Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) kann ab der 20. Schwangerschaftswoche entstehen. Ursachen hierfür sind der gesteigerte Insulinbedarf in der Schwangerschaft bzw. eine gesteigerte Insulinresistenz, die sich entweder durch einen „echten Insulinmangel“ oder einen „relativen Insulinmangel“ bemerkbar machen.

Während der Schwangerschaft benötigt die Mutter zunehmend mehr Energie, sodass im Körper vermehrt Glukose freigesetzt wird.

Daher muss die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produzieren, damit die Glukose in die Zellen überführt werden kann.

Jedoch ist bei manchen schwangeren Frauen die Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage, den gesteigerten Insulinbedarf abzudecken. Es kommt zu einem echten Insulinmangel.

Um die Bauchspeicheldrüse zu unterstützen, werden im ersten Trimester der Schwangerschaft bestimmte Hormone vermehrt ausgeschüttet. Diese sollen dafür sorgen, dass die Zellen sensibler auf Insulin reagieren.

Kommt eine Frau jedoch in das zweite oder dritte Trimester, kann sich die Zusammensetzung dieser Hormone verändern, sodass die Zellen eine zunehmende Insulinresistenz entwickeln.

Obwohl genug Insulin vorhanden ist, kann die im Blut vorhandene Glukose nicht ausreichend abgebaut werden, es kommt zu einem relativen Insulinmangel.

Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes erhöhen können:

  • Übergewicht (Fettleibigkeit oder Adipositas)
  • Typ-2 Diabetes bei Eltern und/oder Geschwistern
  • Alter über 35
  • Wiederholte Fehlgeburten
  • Schwangerschaftsdiabetes in vorherigen Schwangerschaften
  • Einnahme bestimmter Medikamente (Blutdrucksenker, Kortison)
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom
  • Rauchen
Claudia-Michaela Fischer, Diabetes Selbsthilfe

Diabetes Selbsthilfe Interessengemeinschaft
Claudia-Michaela Fischer
Abtsleitenweg 16
97074 Würzburg

E-Mail: [email protected]
Tel: 030 / 20 16 77-33 

Quellen

  • https://www.gesundheitsinformation.de/diabetes-typ-2.2486.de.html
  • https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen
  • https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/habe_ich_diabetes_/symptome_bei_diabetes_typ_1_und_typ_2
  • https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/typ-2-diabetes/ursachen-risikofaktoren.html
  • https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/typ-1-diabetes/ursachen-risikofaktoren.html
  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html
  • https://diabetesinformationsdienst.de/ueber-diabetes/diabetes-typen/schwangerschaftsdiabetes-gestationsdiabetes/
  • https://www.netdoktor.de/krankheiten/diabetes-mellitus/diabetes-typ-3/
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Diabetes

Symptome bei Diabetes – Wie erkenne ich Diabetes?

Wer glaubt, dass Diabetes mellitus, auch „Zuckerkrankheit“ genannt, nur einen kleinen Teil der Bevölkerung betrifft, irrt sich gewaltig.

Allein in Deutschland sind mehr als 7 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, eine Steigerung von 38% im Vergleich zu 1998. Jeden Tag kommen um die 1500 Neuerkrankungen dazu. 

Gerade die ersten Jahre nach der Diabetes Erkrankung sind besonders entscheidend für den weiteren Verlauf und dem Risiko für Folgeerkrankung. Doch nicht immer wird der Diabetes rechtzeitig erkannt.

Oft werden die Symptome schlicht und einfach nicht mit Diabetes in Verbindung gebracht oder anderen Ursachen zugeordnet.

Nicht ohne Grund liegt die Dunkelziffer der Erkrankten in Deutschland bei über 2 Millionen Menschen.

Daher ist es ratsam sich ausreichend über die Symptome von Diabetes zu informieren. Allgemein wird zwischen drei Typen von Diabetes unterscheiden: Diabetes Typ-1, Typ.

Hinzu kommen dann noch weitere Sonderformen (unter anderem LADA-Diabetes und Schwangerschaftsdiabetes). Weitere Informationen zu den verschiedenen Arten von Diabetes mellitus finden Sie hier: www.diabetes-selbsthilfe.com/diabetes-mellitus

Der Folgende Artikel wird Ihnen dabei helfen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Diabetes Formen zu verstehen und die Symptome dieser zusammenfassen.

Symptome bei Diabetes Typ-1 

Diabetes Typ 1 hat zwei Hauptursachen: einen absoluten Mangel an Insulin, dem Hormon, welches die Aufnahme von Zucker ins Blut ermöglicht, oder ein Versagen der Zellen in der Bauchspeicheldrüse, welche Insulin produzieren.

Der Körper kann also nur sehr wenig oder gar kein Insulin herstellen. Diese Form von Diabetes beginnt meist schon im Kindes- oder Jugendalter und ist bisher nicht heilbar.

Diabetes Typ 1 macht sich durch ein meist abruptes Einsetzen der folgenden Beschwerden bemerkbar:

  • extremer Durst und häufiges Wasserlassen
  • ungewollter Gewichtsverlust innerhalb weniger Wochen
  • Schwächegefühl oder Schwindel
  • auffällige Leistungsminderung begleitet durch Müdigkeit
  • stark beeinträchtigtes Allgemeinbefinden
  • gehäufte Infektionen (Harnwegsinfektion, Pilzerkrankungen)
  • Übelkeit und Bauchschmerzen

Die oben genannten Symptome sind das Resultat einer insulinbedingten Überzuckerung, da der Körper nicht in der Lage ist den Zucker im Blut aufzunehmen und abzubauen.

Sollten Sie diese Anzeichen bei sich oder Ihrem Kind beobachten, sollte daher umgehend ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.

Symptome bei Diabetes Typ-2 

Diabetes Typ 2 hat ebenfalls zwei Hauptursachen: eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin, eine sogenannten „Insulinresistenz“, oder eine jahrelange Überproduktion an Insulin, eine sogenannten „Insulinerschöpfung“.

In beiden Fällen ist es dem Körper erschwert bis unmöglich, den Zucker im Blut abzubauen.

Während Diabetes Typ 2 früher auch als „Altersdiabetes“ bezeichnet wurde, weil es meist bei älteren Menschen diagnostiziert wurde, erkranken heutzutage zunehmend auch junge Erwachsenen oder sogar Jugendliche an ihm.

Gründe hierfür sind neben erblichen Ursachen die Zunahme von Übergewicht und Bewegungsmangel in der Bevölkerung.

Von den mehr als 7 Millionen Diabetes Erkrankten liegt bei etwa 6,9 Millionen Menschen Diabetes Typ 2 vor. Diabetes Typ 2 macht sich durch die folgenden Beschwerden erkennbar:

  • allgemeines Unwohlsein
  • zunehmende Müdigkeit und Schlappheit
  • gehäufte Infektionen (Harnwegsinfektion, Pilzerkrankungen)
  • trockenen Haut, Juckreiz
  • Muskelkrämpfe
  • psychische Veränderungen wie aggressives Verhalten
  • Sehverschlechterung, wechselnde Sehstärke
  • diabetische Folgeerkrankungen (wie z.B. Nervenschäden und Durchblutungsstörungen)

Diese Form von Diabetes ist besonders heimtückisch, da die Symptome meist unbemerkt bleiben oder anderen Ursachen zugeordnet werden.

Wird Diabetes Typ 2 dann diagnostiziert, liegen oft schon die Folgeerkrankungen vor.

Sollten Sie diese Symptome bei sich bemerken, sollten Sie daher umgehend einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Was hilft bei Diabetes Typ 2?

Ernährungsumstellung, Medikamente und Co. – machen Sie diesen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 machen können:

Symptome bei LADA 

Der Begriff LADA (latent autoimmune diabetes in adults) beschreibt eine Sonderform des Diabetes Typ-1, die erst im Erwachsenenalter auftritt und in den ersten sechs Monaten keiner Insulinbehandlung bedarf.

Gerade deswegen wird es oft als Diabetes Typ-2 fehldiagnostiziert.

Im Gegensatz zu Diabetes Typ-2 entsteht LADA jedoch durch einen autoimmunen Prozess, bei dem sich Antikörper bilden, welche die insulinproduzierenden Zellen im Körper angreifen.

Dadurch entsteht ein Insulinmangel im Blut des Erkrankten. Je nach Ausmaß des Insulinmangels macht sich LADA durch folgende Symptome (mehr oder weniger ausgeprägt) bemerkbar:

  • häufiges Wasserkassen
  • starker Durst
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • ungewollte Gewichtsabnahme

Sollten Sie diese Symptome vermehrt bei Ihnen auftreten, ist es ratsam, umgehend einen Arzt aufzusuchen.

Wie zuvor bereits erwähnt, wird LADA oft als Diabetes Typ-2 fehldiagnostiziert, da es anfangs keiner Behandlung mit Insulin Bedarf.

Dieses Merkmal von LADA lässt aber üblicherweise nach einiger Zeit (ca. sechs Monaten) nach, was sich anhand erhöhter Blutzuckerwerte bemerkbar macht.

Außerdem sind Betroffene im Gegensatz zu Typ-2 Diabetikern oftmals nicht übergewichtig oder verlieren sogar ungewollt an Gewicht.

Symptome bei Diabetes Typ-3

Als Diabetes Typ-3 fasst man alle Formen von Diabetes zusammen, die weder Diabetes Typ-1 noch Diabetes Typ-2 oder Gestationsdiabetes zugeordnet werden können.

Man unterteilt Typ-3 Diabetes nach seinen Ursachen in acht verschiedenen Untergruppen:

  • Diabetes Typ-3a (MODY-Diabetes): Gendefekte in den Insulin-produzierenden Betazellen
  • Diabetes Typ-3b: Gendefekte in der Insulinwirkung
  • Diabetes Typ-3c (pankreopriver Diabetes): Erkrankung der Bauchspeicheldrüse 
  • Diabetes Typ-3d: Erkrankung/Störungen des Hormonsystems
  • Diabetes Typ-3e: Chemikalien oder Medikamente
  • Diabetes Typ-3f: Viren
  • Diabetes Typ-3g: Autoimmunerkrankungen
  • Diabetes Typ-3h: genetische Syndrome

Leider sind die Symptome für Diabetes Typ-3 in der Praxis nicht leicht zu erkennen, sodass oftmals Diabetes Typ-1 oder Typ-2 fehldiagnostiziert werden.

Was hilft wirklich bei Diabetes Typ 2?

Machen Sie einen kurzen Test und finden Sie heraus, was Sie selbst gegen Diabetes Typ 2 unternehmen können:

Wie wird Diabetes festgestellt? Die Diagnose

Besteht ein Verdacht auf Diabetes mellitus Typ 1 oder 2, ist es ratsam sich an den Hausarzt oder einen Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie/Diabetologie zu wenden.

Dort wird erst eine gründliche Anamnese durchgeführt, in der die Beschwerden genlau geschildert und dokumentiert werden.

Im Anschluss wird eine Urinprobe abgegeben und ein Termin für eine Blutabnahme vereinbart, da die letztere nüchtern erfolgen muss.

Anhand beider Proben kann der Arzt dann einen Diabetes-Test, den sogenannten Glukosetoleranztest, durchführen. Genauere Informationen zum Glukosetoleranztest finden Sie hier: 

Verlinkung T003

Claudia-Michaela Fischer, Diabetes Selbsthilfe

Diabetes Selbsthilfe Interessengemeinschaft
Claudia-Michaela Fischer
Abtsleitenweg 16
97074 Würzburg

E-Mail: [email protected]
Tel: 030 / 20 16 77-33 

Quellen

  • https://www.gesundheitsinformation.de/diabetes-typ-2.2486.de.html
  • https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/habe_ich_diabetes_/symptome_bei_diabetes_typ_1_und_typ_2
  • https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html
  • https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/erkrankungsformen/folgeerkrankungen/index.html
  • https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/en/forms-of-metabolic-diseases/lada-late-autoimmune-diabetes-in-adults/index.html